Lara Konrad, Lebensberatung des Bistums Trier in Cochem, zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen
 
An einer Schulung zum Thema „Trauma und Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen“ nahmen 17 Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen in den sieben Pfarreiengemeinschaften des Dekanates Cochem beziehungsweise der vier Verbandsgemeinden im Kreis Cochem-Zell teil.
Lara Konrad, Diplom Psychologin, Erziehungs-, Familien-, Ehe- und Lebensberatung des Bistums Trier in Cochem, ist ausgebildete Therapeutin für Psychotraumatologie und Traumatherapie. Als Referentin bringt sie ihr berufliches Wissen und ihre Erfahrung ein in einer Veranstaltungsreihe des ökumenischen Willkommensnetzes für Flüchtlinge im Dekanat Cochem im Rahmen der Katholischen Erwachsenenbildung KEB. Lara Konrad referierte über Hauptsymptome von Menschen, welche seelisch schwer verletzt in Deutschland als Flüchtlinge ankommen und unter vielfältigen, oft erheblichen Beschwerden, häufig in Form einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), leiden. Die Ehrenamtlichen bekamen Impulse zum achtsamen Umgang im Gespräch mit Flüchtlingen, z.B. aufmerksam zuhören, aber nicht im Detail die traumatische Erfahrung zu explorieren, damit das Trauma nicht von neuem aufbricht. Weitere Informationen über ein hilfreiches Verhalten im Umgang mit Betroffenen, insbesondere im Umgang mit Kindern und die Erarbeitung einer Grundhaltung der Helfenden sowie ein Notfallplan bei akut auftretenden Symptomen sollen Ehrenamtlichen Sicherheit in der Begleitung von Flüchtlingen geben.
Die Lebensberatungsstelle des Bistums Trier in Cochem bietet Flüchtlingen mit traumatischen Erfahrungen Maßnahmen zur Stabilisierung und gegebenenfalls Vermittlung von fachärztlicher Beratung mit spezifischen Therapien. Durch Stärkung eigener Ressourcen sollen Flüchtlinge mit traumatischen Erfahrungen in die Lage versetzt werden, ihr Leben selbst wieder in die Hand zu nehmen und zu gestalten – Vorbedingung für eine gelingende Integration.
Die Lebensberatungsstelle des Bistums Trier in Cochem ist zu erreichen in der Moselstraße 23, 56812 Cochem, Telefon:02671-7735.
Für den Bericht:Veronika Rass, Pastoralreferentin

Vernetzungen im Willkommensnetz für Flüchtlinge im Dekanat Cochem


 

Unser Hochwürdigster Herr Bischof Dr. Stephan Ackermann lädt, wie in jedem Jahr, zur Teilnahme an den Bistumswallfahrten ein.
 
Polen – Die Heimat von Papst Johannes Paul II.
14. – 22. Juni 2015                Busreise ab verschiedenen Zustiegen im Bistum Trier
845,00 € pro Person im Doppelzimmer
 
15. - 21. Juni 2015                Flugreise ab dem Flughafen Frankfurt
998,00 € pro Person im Doppelzimmer
 
Geistliche Leitung: Bischof Dr. Stephan Ackermann und Pfarrer Joachim Waldorf
 
 
Lourdes – Bistumswallfahrt für Gesunde und Kranke
8. – 15. September 2015        Busreise ab verschiedenen Zustiegen im Bistum Trier
640,00 € pro Person im Doppelzimmer
 
10. – 14. September 2015      Flugreise ab dem Flughafen Hahn
785,00 € pro Person im Doppelzimmer
 
Geistliche Leitung: Weihbischof Jörg Michael Peters und Pfarrer Joachim Waldorf
 
In einer Zeit, in der die Glaubenspraxis vieler Menschen nachzulassen scheint, gewinnen Wallfahrten zunehmend an Bedeutung. Sie sind lebendiger Ausdruck des Glaubens, der in Gemeinschaft mit anderen erlebt wird, und sie bieten viele Möglichkeiten der Seelsorge.
 
Wir freuen uns auf die gemeinsame Wallfahrt, auf Begegnungen und Gespräche, auf die Gottesdienste und das gemeinsame Beten.
 
Informationen zu inhaltlichen Fragen unserer Wallfahrt erhalten Sie beim Bischöflichen Generalvikariat, ZB 1.1- Pastorale Grundaufgaben, Pilgerfahrten Bistum Trier, Doris Fass, Tel.: 0651/7105-592, E-Mail: pilgerfahrten@bgv-trier.de, oder im Internet http://www.bistum-trier.de/glaube-spiritualitaet/was-ist-katholisch/wallfahrten/.
 
Zu organisatorischen Fragen und bei Anmeldungen steht Ihnen das Team von Arche Noah Reisen, Trier, Tel.: 0651/97555-0, E-Mail: info@arche-noah-reisen.de zur Verfügung.

Die Synode ist im Arbeitsmodus angekommen - ein Zwischenbericht

 
Anfang Oktober fand die 3. Vollversammlung der Bistumssynode statt. Knapp 280 Synodale tagten im Saarbrücker E-Werk, einem Funktionsbau der ehemaligen Burbacher Hütte: Sie tagten also an einem Ort, der „mitten im prallen Leben“ steht, wie die Saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer in ihrem Grußwort feststellte.
Der Eröffnungsabend stand vor allem unter dem Zeichen des Martplatzes: alle 10 Sachkommissionen, die auf der 2. Vollversammlung gebildet worden sind, hatten in der Zwischenzeit ihre Arbeit aufgenommen und stellten diese anhand von kreativen Plakatwänden sehr anschaulich zur Diskussion. So konnten sich die Synodale ausführlich über die bisher geleistete Arbeit informieren und darüber schon intensiv diskutieren.
 
An den beiden folgenden Tagen stellten alle 10 Sachkommissionen erste Perspektiven ihrer Arbeit sowie weiteren Klärungsbedarf dem Plenum vor. „Dabei ging es noch nicht um Entscheidungen oder Abstimmungen“, wie es auch im Newsletter Synode Aktuell Oktober 2014 heißt, „sondern den Arbeitsprozess des nächsten halben Jahres abzustimmen und vorzubereiten.“
Die sehr konstruktive Atmosphäre mit ohne Scheu vorgetragenen kritischen Anmerkungen wurde auch von den Gästen sehr gelobt.
Insgesamt sind 3 Punkte festzustellen:
1)      Die Sachkommissionen versuchen, die Kirche stärker vom einzelnen her zu denken.
2)      Es gibt viele Überschneidungen in den Themen zwischen den Sachkommissionen; daher werden sich die Sachkommissionen in den nächsten Monaten stärker vernetzen.
3)      Es handelt sich um einen ersten noch offenen Zwischenbericht der Arbeit, an dessen Konkretisierung in den nächsten Monaten intensiv in jeder Sachkommission gearbeitet werden wird.
Konkrete Zwischenergebnisse werden dann auf der 4. Vollversammlung vom 14.-16. Mai 2015 in Koblenz präsentiert und beraten werden.
Einen sehr guten Einblick in die letzte Vollversammlung bietet der Newsletter Synode Aktuell vom Oktober, der in den Kirchen ausliegt bzw. beim Synodensekretariat bezogen werden kann.
Darin findet sich auch ein Kurzüberblick zur Vorstellung der Sachkommissionen, der hier nur in plakativen Stichworten wieder gegeben werden soll:
SK 1: Diakonisches Wirken – Perspektivwechsel zu einer dienenden Kirche
SK 2: Missionarisch sein – Einladendes aber nicht vereinnahmendes Christsein
SK 3: Zukunft der Pfarrei – In der Spannung zwischen „weit“ und „nah“
SK 4: Katechese – Zwischen Volkskirche und dem, was man noch nicht kennt
SK 5: Den Glauben an vielen Orten leben lernen – Die Kirche vom Einzelnen und seinen Lebensorten her denken
SK 6: Der Sonntag und die Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes – Was sagt die Kirche? – Was leben die Menschen?
SK 7: Gebet und gottesdienstliche Feiern – Wenn wir den Menschen nahe sein wollen, kommen wir am Gottesdienst nicht vorbei
SK 8: Die Vielfalt der Charismen entdecken und wertschätzen – Von einer aufgabenorientierten zu einer charismenorientierten Kirche
SK 9: Entwicklung der Rätestruktur – In den Wirren der Struktur Mitbestimmung als Schatz entdecken
SK 10: Familie in all ihrer Vielfalt in Kirche und Gesellschaft und Geschlechtergerechtigkeit – Vom „Wandel der Geschlechterrollen“ zur „Geschlechtergerechtigkeit“