Die Schöpfung im Blick
 
Die Klimainitiative ENERGIEBEWUSST des Bistums Trier ist seit einigen Jahren aktiv, um Energieverbräuche und -kosten in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen dauerhaft zu senken. Bis 2021 will das Bistum die CO2-Emissionen um 30 Prozent reduzieren, bis 2040 um 50 Prozent gegenüber dem Bezugsjahr 2010.
 
Dieses Anliegen ist auch ein Auftrag der Synode. Deshalb ist es wichtig, weitere Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen als Teil der Klimainitiative zu gewinnen und damit auch weitere Energie-Beauftragte vor Ort. Nach erfolgreichen Schulungen von ehrenamtlichen Energiebeauftragten in Koblenz, PĂĽttlingen und Trier im FrĂĽhjahr stehen jetzt neue Schulungstermine fĂĽr interessierte Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen fest.
 
Es werden dabei Themen behandelt wie die Rolle des Energiebeauftragten oder eines Energieteams, veränderbare Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch und Basiswissen im Anlagenbetrieb (Heizung). Thematisiert werden wird auch der Ablauf eines Energie-Checks sowie der Klima-Fonds und weitere Förderinstrumente. Denn, wer einen Energie-Beauftragten benennt, profitiert vom Anreizsystem beim Klima-Fonds des Bistums Trier. Hier werden Energie-Checks und die Umsetzung gering-investiver Maßnahmen gefördert.
 
Termine:
Koblenz: Samstag, 2. September 2017, 10 bis 16 Uhr, Medienladen Koblenz/Kurt-Esser-Haus, Markenbildchenweg 38, 56068 Koblenz
Trier: Samstag, 9. September 2017, 10 bis 16 Uhr, Pfarrsaal St. Michael, Am Mariahof 37, 54296 Trier
Püttlingen: Samstag, 23. September 2017, 10 bis 16 Uhr, Geistliches Zentrum Püttlingen, Völklinger Str. 197, 66346 Püttlingen
 
Referentin: Dipl.-Ing. (BA) Eva-Maria Kiefer
Leitung: Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums Trier
Kostenbeitrag für Verpflegung: 20 €, weitere Kosten entstehen keine, Anfahrt muss selbst organisiert und finanziert werden.
 
Anmeldeschluss fĂĽr alle Termine ist der 25. August
 
Infos unter www.energiebewusst.bistumtrier.de, Charlotte Kleinwächter, Telefon (06 51) 71 05-5 64, E-Mail: energiebewusst@bistum-trier.de.

csm_Herz_Anneliese_Schartz_b332dc1cdcTheologie trifft Naturwissenschaft

Was wir Liebe nennen
© Anneliese Schartz
Beziehungen und Liebe sind zentrale Themen unseres Lebens. Deshalb ist Liebe auch ein wichtiges Thema für viele Wissenschaftler In diesem Teil der Veranstaltungsreihe beschäftigen wir uns damit, was jeweils ein Naturwissenschaftler und ein Theologe unter Liebe verstehen.
Wenn der jüdisch-christliche Glaube von Liebe spricht, bezieht er sich häufig auf den Zusammenhang zwischen Gottes-, Menschen- und Nächstenliebe. Was aber bedeutet und beinhaltet dieses „Lieben“ eigentlich? Ist Liebe nur ein gutes Gefühl oder ist Liebe eine Leidenschaft, die „Leiden schafft“? Und schließlich: Kann/muss man Liebe lernen?
Wenn sich die Naturwissenschaft mit der Liebe beschäftigt, dann geht es vornehmlich um beobachtbare Vorgänge und Prozesse im Körper. Was passiert dort, wenn wir uns verlieben? Was bedeutet es für uns, von diesen Vorgängen zu wissen? Gibt es auch naturwissenschaftlicher Sicht Menschen, die „füreinander geschaffen“ sind?
 
Die Referenten Prof. Dr. Johannes Brantl, Theologische Fakultät Uni Trier, und Prof. Dr. Jobst Meyer, Forschungsbereich Psychobiologe Uni Trier, stellen sich diesem Thema und den Fragen und diskutieren mögliche Antworten. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Paul Q. Heck, Leiter der Kath. Erwachsenenbildung Mittelmosel.
 
Herzliche Einladung zur der Veranstaltung am Mittwoch, 18. Oktober 2017 um 19.00 Uhr im Pfarrheim Karden, Am Buttermarkt 8, 56253 Treis-Karden.
 
Weitere Informationen zu der Veranstaltung erhalten Sie bei der Kath. Erwachsenenbildung Mittelmosel, MoselweinstraĂźe 15, 56821 Ellenz-Poltersdorf, Tel. 02673-96194720 oder per Email: info@keb-mittelmosel.de sowie unter dem

Beziehungserfahrung in der Bibel

Vortragsreihe mit Gespräch

Nichts macht den Menschen neugieriger als Beziehungskisten. Was hat wer mit wem wo  erlebt? Wenn man den roten Faden in der Bibel sucht, denn ist es die Beziehung. Ob da von Liebe, Krieg, Vater, Sohn und heiliger Geist gesprochen wird, von GroĂźer Flut oder von Mord und Intrigen, immer geht es darum, wie das Verhältnis des Menschen zu Gott, zu seiner Schöpfung und zu den Mitmenschen erlebt, erfahren und gestaltet wird. Eine Fundgrube an Beziehungsgeschichten eröffnet sich einem, wenn man sie sich genauer anschaut. Wir wollen diesem Menschheitslernen  nachgehen.

Der vierte Abend mit den Beziehungskisten, die Gott in seine Schöpfung hineingelegt hat beschäftigt sich mit dem Thema:

GUTE FREUNDE – JONATHAN und DAVID 

Dienstag, 5. September — 19.00 Uhr

Beilstein, ehemaliges Kloster, Refektorium,

Klosterstr. 55, Eingang Kath. Pfarramt

LEITUNG:     Paul Q. Heck, Leiter der KEB Mittelmosel

Freier Eintritt!

 

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Letzter TERMIN und THEMA (gleicher Ort und Uhrzeit): 

07. Nov. 2017       -  Blutsverwandtschaft und wie Jesus sie sieht

 

 

KEB-Logo-4c nur LOGOVeranstalter ist die Kath. Erwachsenenbildung Mittelmosel.

Kontakt: KEB Mittelmosel, MoselweinstraĂźe 15, 56821 Ellenz-Poltersdorf,

Tel. 02673 96194720 - Email: info@keb-mittelmosel.de.


Bolivien-Partnerschaftswoche startet mit dem Besuch zweier Bischöfe

Im Bistum Trier beginnt am 24. 9. die diesjährige Bolivien-Partnerschaftswoche. Das Dekanat Cochem kann an diesem Tag gleich zwei bolivianische Bischöfe als Gäste begrĂĽĂźen. Auf Einladung der Gemeinde Briedel wird Bischof Antonio Reimann um 11:00 Uhr  dort den Gottesdienst mitfeiern. Msgr. Reimann ist Bischof des Vikariates Nuflo de Chavez. Dieses Vikariat mit knapp 200.000 Katholiken ist im bolivianischen Tiefland gelegen und umfasst ein Territorium von der vierfachen Größe des Landes Rheinland-Pfalz. Aus dem angrenzenden Vikariat Beni mit etwa gleicher Katholikenzahl kommt Bischof Julio Elias Montoyo. Er wird zusammen mit seinem Sekretär P. Ben Hur Soto in Klotten zu Gast sein und dort um 11:00 die Hl. Messe mitfeiern. Im anschlieĂźenden KirchencafĂ© besteht die Möglichkeit zu Austausch und Begegnung. Es werden fair gehandelte Eine-Welt-Artikel angeboten, die die Idee weltweiter partnerschaftlicher Verbundenheit Wirklichkeit werden lassen.

Weitere Infos: Dekanat Cochem, R. Zavelberg, 02673 961947-0 oder bei der Diözesanstelle Weltkirche in Trier, R. Schömig, 0651 7105-395.


Bistum Trier veröffentlicht Statistik für das Jahr 2016

 
Trier – 1.382.050 Katholikinnen und Katholiken wohnten 2016 auf dem Gebiet des Bistums Trier. Das entspricht einem Anteil von 56,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Diese Zahl weist die aktuelle Statistik für das Jahr 2016 aus, die die deutschen Bistümer am 21. Juli veröffentlicht haben. Die Katholikenzahl ist im Vergleich zu 2015 (1.398.800) um 1,2 Prozent zurückgegangen.
 
Um 17 Prozent ist die Zahl der Kirchenaustritte gesunken: Verließen 2015 noch 8.880 Menschen die katholische Kirche, waren es 2016 nur noch 7.394 Frauen und Männer. Leicht gestiegen sind die Zahlen der Taufen mit 9.368 (2015:9.262) und die Zahl der Erstkommunionen mit 9.774 (2015: 9.704). Auch die Zahl der Firmungen liegt mit 8.631 rund 3 Prozent über der Zahl des Vorjahres (8.417). Auf einem historischen Tiefstand ist die Zahl der Trauungen mit 2.309 (2015: 2.376). Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der Bestattungen mit 17.404 (2015: 18.050). In die Kirche wiedereingetreten sind 2016 295 Personen (2015: 321), aus anderen christlichen Konfessionen kamen 92 Menschen (2015: 101) in die katholische Kirche.
 
Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg sagte, es stimme traurig, dass die Katholikenzahlen weiter sinken. Dies hänge mit dem Verhältnis der Zahl der Sterbefälle gegenüber den Neuaufnahmen zusammen, aber vor allem mit der Zahl der Austritte, gleichwohl diese zurückgehe. Von Plettenberg sagte, er sehe dennoch die nach wie vor vorhandene Bindekraft der Kirche. Wenn 90 Prozent der getauften Kinder zur Erstkommunion gingen und bis zu 65 Prozent der getauften Kinder zur Firmung, „sind das Zahlen, die wir auch berücksichtigen dürfen“. Der Generalvikar verwies auf die Synode. Sie habe auch das Ziel gesetzt, Menschen zu erreichen, die sich nicht oder nicht mehr von der Kirche angesprochen fühlen. Wenn nur noch rund acht Prozent der Katholiken im Bistum regelmäßig zum Gottesdienst gingen, müsse man sich „selbstkritisch fragen: Was ist mit den anderen 92 Prozent“? Sicher sei der Gottesdienstbesuch nicht das einzige Kriterium für Katholisch sein, aber er erhoffe sich von der Synode und ihrer Umsetzung, dass „wir uns von den übrigen 92 Prozent in ihrem Christsein, wie sie es verstehen, anregen und bereichern lassen für das Kirchesein insgesamt“. Das Potenzial, Menschen anzusprechen, habe die Kirche, wie die Zahlen von Taufen und Erstkommunionen zeigten. Die Herausforderung sei, sie nicht nur punktuell anzusprechen, sondern so, dass es eine bleibende Bedeutung für Kinder und Jugendliche und die Familie insgesamt habe.
 
Das Bistum Trier zählt derzeit 887 Pfarreien in 172 pastoralen Einheiten und 32 Dekanaten. Die Diözese, zu der die ehemaligen Regierungsbezirke Trier und Koblenz in Rheinland-Pfalz und der überwiegende Teil des Saarlands gehören, umfasst eine Fläche von 12.870 Quadratkilometern.

Ihre Meinung ist uns wichtig! Fragebogen zu den Grenzen der Pfarreien der Zukunft

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Die Kirche im Bistum Trier fit machen fĂĽr die Zukunft, das war eines der Ziele der Trierer Diözesansynode, die sich im Jahr 2013 auf den Weg gemacht hat und die im FrĂĽhjahr 2016  mit dem Abschlussdokument „Herausgerufen – Schritte in die Zukunft wagen “ ihre Arbeit beendet hat. Jetzt sind alle im Bistum – Hauptamtliche, wie auch Ehramtliche – aufgefordert dieses Dokument zum Wohle unseres Bistums umzusetzen.

Für die Pfarreien der Zukunft geht es dabei um deren Inhalte, damit um die Frage, wie kirchliches Leben vor Ort stattfinden soll, und um deren Gestalt, also auch deren territorialen Grenzen. Ein erster Vorschlag für eine Raumgliederung wurde Ende März vorgestellt. Dieser Entwurf wird jetzt in einer „Resonanzphase“ bistumsweit diskutiert. Ziel dieser Resonanzphase ist es, dass jeder im Bistum Trier die Chance haben soll, bis Ende September seine Rückmeldung zur vorgeschlagenen Raumgliederung zu geben.

Ein Weg der Rückmeldung ist der im Schriftenstand ausgelegte Fragebogen, den man auch online im Internet www.resonanz-bistum-trier.de findet und den man auch dort ausfüllen kann. Die Fragebögen können geknickt werden. Aus Gründen der Auswertung dürfen sie aber nicht bedruckt werden und sie dürfen auch nicht auf dem Kopierer oder Drucker vervielfältigt werden. Falls Sie weitere Bögen benötigen, dann bestellen Sie diese bitte im Synodenbüro.

Bitte nehmen Sie sich die wenigen Minuten zum Ausfüllen des Fragebogens. Das Synodenbüro dankt Ihnen ganz herzlich für Ihre Mühe. Eine gute und transparente Rückmeldung und in der Folge ein Zuschnitt der Pfarreien der Zukunft, der von möglichst vielen Gläubigen mitgetragen wird, sind hoffentlich der Lohn dafür.

Die ausgefüllten Fragebogen sollten direkt | über ihr Pfarrbüro an das Synodenbüro gesendet werden (Bischöfliches Generalvikariat Trier, Synodenbüro, Mustorstraße 2, 54290 Trier, Telefon: 0651 7105-623, herausgerufen@bistum-trier.de). Dort werden die Fragebögen gesammelt und an das auswertende Institut in Stuttgart weitergeleitet. So können wir gewährleisten, dass Ihre Rückmeldung sicher ankommt. Der überarbeitete Entwurf einer Raumgliederung wird im Herbst erneut beraten. Danach trifft der Bischof die Entscheidung über den Zuschnitt der Pfarreien der Zukunft. Diese sollen voraussichtlich Anfang 2020 gegründet werden.

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Bischof Dr. Stephan Ackermann
Bekanntgabe der Ernennung von Prälat Franz Josef Gebert
zum Weihbischof in Trier am 31. Mai 2017
 
 
Liebe MitbrĂĽder, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Damen und Herren der Presse!
 
Mit aufrichtiger Freude darf ich Ihnen bekannt geben, dass unser Heiliger Vater, Papst Franziskus, heute einen neuen Weihbischof für unser Bistum ernannt hat. Es ist Prälat Franz Josef Gebert.
 
Ich danke dem Papst nicht nur dafĂĽr, dass er mir nach der Ernennung von Dr. Helmut Dieser zum Bischof von Aachen wieder einen dritten Weihbischof an die Seite stellt, sondern auch dafĂĽr, dass die Ernennung so zĂĽgig erfolgt ist. Vor allem danke ich dem Heiligen Vater natĂĽrlich fĂĽr die gute Wahl, die er mit der Person von Franz Josef Gebert getroffen hat.
 
Prälat Gebert ist ein erfahrener Priester, der tief im Bistum verwurzelt ist. Zugleich ist er in der Öffentlichkeit unseres Bistums kein Unbekannter. Schon seit etlichen Jahren trägt er Mitverantwortung in der Leitung unseres Bistums: Neun Jahre lang war er Leiter der Hauptabteilung „Pastorale Dienste“im Bischöflichen Generalvikariat; seit 2000 ist er Vorsitzender unseres Diözesancaritasverbandes. Hinzu kommen seine Aufgaben als stellvertretender Generalvikar und als Domdechant. Prälat Gebert kennt sowohl die verschiedenen Regionen als auch die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereiche unseres Bistums sehr gut. Immer wieder war und ist er auch schon als außerordentlicher Spender zu Firmfeiern im Bistum unterwegs, sodass ihm viele Felder des Dienstes eines Weihbischofs bereits bekannt sind.
 
Ich bin Franz Josef Gebert sehr dankbar, dass er dem Papst seine Bereitschaft zur Übernahme des Bischofsamtes erklärt hat, nicht zuletzt deshalb, weil er ja in einem Alter ist, in dem andere Menschen in der Regel bereits den Ruhestand genießen. Nun gilt diese Regel für Priester in unserer Kirche ohnehin so nicht, und wer Prälat Gebert persönlich kennt, der weiß um dessen innere Beweglichkeit und sein waches Interesse für Menschen und Situationen. Beides wird ihm geholfen haben, Ja zu sagen zu dem beanspruchenden Dienst eines Weihbischofs.
 
Schon bisher hat Prälat Gebert die Perspektive der kirchlichen Caritas unüberhörbar in die Leitung unseres Bistums eingebracht. Dabei denke ich nicht nur an die Caritas in ihrer verbandlich organisierten Form, sondern an die Anliegen und Bedarfe der Menschen, denen ein Platz am Rande unserer Gesellschaft zugewiesen ist und die so oft übersehen werden. Gerade sie sind aber diejenigen, denen Gottes Aufmerksamkeit und Liebe in besonderer Weise gilt und denen wir deshalb auch als Christen besonders verpflichtet sind.
 
Lieber Franz Josef, die Anwaltschaft für diese Menschen wirst Du in Deinem neuen Amt nicht hinter Dir lassen. Sie gehört sogar wesentlich zum Amt des Bischofs. Dukannst dann noch einmal auf eine andere Weise Anwalt dafür sein und damit auch einem wesentlichen Anliegen unsere Synode Geltung verschaffen. Denn die Synode hat unserem Bistum ja eine stärker diakonische Ausrichtung als bisher ins Stammbuch geschrieben.

Tief im Bistum verwurzelt
Bistum Trier: Prälat Gebert zum Weihbischof ernannt – Weihe am 3. September
 
Trier – Papst Franziskus hat den Vorsitzenden des Diözesan-Caritasverbandes Trier, Prälat Franz Josef Gebert, zum Weihbischof im Bistum Trier ernannt. Das gab Bischof Dr. Stephan Ackermann am 31. Mai in Trier bekannt. Zeitgleich wurde die Ernennung auch in Rom bekannt. Die Bischofsweihe findet am Sonntag, 3. September, um 15 Uhr im Hohen Dom zu Trier statt.
 
Ackermann nannte Gebert einen „erfahrenen Priester, der tief im Bistum verwurzelt ist“ und hob seine „innere Beweglichkeit und sein waches Interesse für Menschen und Situationen“ hervor. Gebert kenne sowohl die verschiedenen Regionen als auch die unterschiedlichen Arbeits- und Lebensbereiche des Bistums sehr gut. Der langjährige Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes bringe die Perspektive der kirchlichen Caritas unüberhörbar in die Bistumsleitung ein – nicht nur in der verbandlich organisierten Form, sondern auch wenn es um die Anliegen der Menschen am Rande der Gesellschaft gehe. Diese Anwaltschaft gehöre wesentlich zum Amt des Bischofs und sei zugleich ein wesentliches Anliegen der Bistumssynode, die dem Bistum eine stärker diakonische Ausrichtung ins Stammbuch geschrieben habe. Ackermann betonte, er danke dem Heiligen Vater, dass er ihm einen dritten Weihbischof an die Seite stelle und vor allem „für die gute Wahl, die er mit der Person von Franz Josef Gebert getroffen hat“.
 
In einer ersten Reaktion erklärte Prälat Gebert, er sei „erwartungsfroh und gespannt“ auf den neuen Dienst, der einen Rollen- und Perspektivwechsel mit sich bringe. Das Schriftwort zu seiner Priesterweihe aus dem ersten Petrusbrief „Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“ werde auch weiterhin die Grundlage seines priesterlichen Dienstes sein. Die verschiedenen Aufgaben in Trier, vor allem aber die 17 Jahre als Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes seien für ihn sehr prägend. Deshalb sei er dankbar, dass die Diözesansynode die diakonische Kirchenentwicklung als Aufgabe deutlich formuliert habe. Das werde ihm ein besonderes Anliegen sein.
 
Franz Josef Gebert ist 1949 geboren und stammt aus Schweich an der Mosel. Nach der Volksschule absolvierte Gebert eine Weinküferlehre in Trier. Er machte auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur und studierte ab 1971 Theologie zunächst in Trier, danach an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Die Priesterweihe empfing Gebert im Oktober 1977 ebenfalls in Rom durch den Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner. Nach der Kaplanszeit in Sinzig war Gebert Bischofskaplan bei Bischof Dr. Hermann Josef Spital, Subregens am Trierer Priesterseminar und ab 1991 Leiter der damaligen Hauptabteilung Pastorale Dienste im Bischöflichen Generalvikariat. Seit dem Jahr 2000 ist er Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Trier; in dieser Funktion ist er auch Mitglied in der Leitungskonferenz des Bistums Trier. 2001 verlieh ihm der Heilige Papst Johannes Paul II. den Titel „Päpstlicher Ehrenprälat“. Dem Trierer Domkapitel gehört er seit Ende 2002 an. Seit Juni 2004 ist Gebert außerdem Domdechant und damit verantwortlich für die Feier der Gottesdienste im Dom. Seit Januar 2016 ist er auch stellvertretender Generalvikar des Bistums. Weitere Informationen sind unter www.bistum-trier.de/wb-gebert zu finden.
Pressemitteilung
 
 
Cochemer Neuzugezogene aus Eritrea bei den Hl. Rocktagen fĂĽr Ehrenamtliche in Trier
 
Abiel Muluberhan und Jemal Edris wissen was Ehrenamtlich Hilfe bedeutet. Sie selbst hatten in den ersten Monaten ihres Aufenthaltes, unterbracht in Bruttig-Fankel, die UnterstĂĽtzung und Hilfe von ehrenamtlich Aktiven erfahren. Deshalb ist Abiel Muluberhan bereit, selbst auch ehrenamtlich aktiv zu sein.  Ihre ersten Einsätze als Ehrenamtliche hatte er bei Aktionen der Initiative fĂĽr Neuzugezogene in Cochem-Moselkrampen. Jemal Edris ist ebenfalls mit dabei und hilft gern.
 
Weihbischof Jörg Michael Peters lieĂź es sich nicht nehmen, den beiden Eritreern anlässlich der Hl. Rock Tage fĂĽr Ehrenamtliche in Trier, zu begrĂĽĂźen und durch eine nicht alltäglich DomfĂĽhrung  zu leiten.
 
Nach Trier begleitet wurden die beiden junge Leute durch Petra Sehl, ehrenamtlich Aktive in im Cochemer Moselkrampen.
 
Foto: Weihbischof Jörg Michael Peters mit Abel Muluberhan und Jemal Edris.

 
Lara Konrad, Lebensberatung des Bistums Trier in Cochem, zum Umgang mit traumatisierten FlĂĽchtlingen
 
An einer Schulung zum Thema „Trauma und Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen“ nahmen 17 Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen in den sieben Pfarreiengemeinschaften des Dekanates Cochem beziehungsweise der vier Verbandsgemeinden im Kreis Cochem-Zell teil.
Lara Konrad, Diplom Psychologin, Erziehungs-, Familien-, Ehe- und Lebensberatung des Bistums Trier in Cochem, ist ausgebildete Therapeutin für Psychotraumatologie und Traumatherapie. Als Referentin bringt sie ihr berufliches Wissen und ihre Erfahrung ein in einer Veranstaltungsreihe des ökumenischen Willkommensnetzes für Flüchtlinge im Dekanat Cochem im Rahmen der Katholischen Erwachsenenbildung KEB. Lara Konrad referierte über Hauptsymptome von Menschen, welche seelisch schwer verletzt in Deutschland als Flüchtlinge ankommen und unter vielfältigen, oft erheblichen Beschwerden, häufig in Form einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), leiden. Die Ehrenamtlichen bekamen Impulse zum achtsamen Umgang im Gespräch mit Flüchtlingen, z.B. aufmerksam zuhören, aber nicht im Detail die traumatische Erfahrung zu explorieren, damit das Trauma nicht von neuem aufbricht. Weitere Informationen über ein hilfreiches Verhalten im Umgang mit Betroffenen, insbesondere im Umgang mit Kindern und die Erarbeitung einer Grundhaltung der Helfenden sowie ein Notfallplan bei akut auftretenden Symptomen sollen Ehrenamtlichen Sicherheit in der Begleitung von Flüchtlingen geben.
Die Lebensberatungsstelle des Bistums Trier in Cochem bietet FlĂĽchtlingen mit traumatischen Erfahrungen MaĂźnahmen zur Stabilisierung und gegebenenfalls Vermittlung von fachärztlicher Beratung mit spezifischen Therapien. Durch Stärkung eigener Ressourcen sollen FlĂĽchtlinge mit traumatischen Erfahrungen in die Lage versetzt werden, ihr Leben selbst wieder in die Hand zu nehmen und zu gestalten – Vorbedingung fĂĽr eine gelingende Integration.
Die Lebensberatungsstelle des Bistums Trier in Cochem ist zu erreichen in der MoselstraĂźe 23, 56812 Cochem, Telefon:02671-7735.
FĂĽr den Bericht:Veronika Rass, Pastoralreferentin

Vernetzungen im Willkommensnetz fĂĽr FlĂĽchtlinge im Dekanat Cochem