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Genusstour der „RAD KIRCHE“  rund um Zeller Hamm

Ein Highlight erfuhren die Radfahrer bei der „Herzroute“ rund um Zeller Hamm. Nicht zuletzt das sonnige Herbstwetter bescherte den jungen und junggebliebenen Teilnehmern eine Genusstour mit dem Fahrrad durch das in bunte Herbstfarben gekleidete Moseltal.

Start in Bullay am Umweltbahnhof
 
Einen Halt machte die RAD KIRCHE zum Verkosten von schmackhaften regionalen und ökologisch angebauten Produkten wie dem Moselpfirsich und dem Federweißen in der gastfreundlicher AtmosphĂ€re auf dem Pfirsichhof der Ökotrophologin Ursula Bremm-Gerhards in Neef und der Wein- und Sektmanufaktur des Dipl.-Ing. Weinbau und Önologie Klaus StĂŒlb in Kaimt.
 
zu Gast im Pfirsischhof in Neef
 
GesprĂ€che in lockerer AtmosphĂ€re inspirierten die Teilnehmer der Frage nachzugehen, wie unserer Aufgabe lautet – als Einzelne im persönlichen Bereich wie auch in den grĂ¶ĂŸeren ZusammenhĂ€ngen. Was ist unsere Aufgabe, unsere „Mission“ in der heutigen Zeit? Fragte Pastoralreferentin Veronika Rass.  Einfach  leben, das heißt nicht zwangslĂ€ufig Verzicht.  Verzicht auf LebensqualitĂ€t oder Verzicht auf Genuss. Es geht um das Freisetzen von KreativitĂ€t. Der Mensch ist zur KreativitĂ€t begabt, so das christliche Menschenbild. Wie man eine nachhaltige Entwicklung einer sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Produktion von wertvollen Lebensmitteln voranbringt, das zeigen die beiden engagierten Gastgeber. Zwei Teilnehmer gebĂŒrtig aus Ostafrika sind mit dabei, und die GesprĂ€che finden wie beilĂ€ufig eine globale Dimension. Ein entscheidender Impuls, als eine der wesentlichen heutigen Aufgabe der Kirchen die Sorge fĂŒr das „gemeinsame Haus“, die Erde, anzusehen, kommt von den orthodoxen Kirchen des Ostens.  Auf Seiten der katholischen Kirche hat misereor in diesem Herbst 95 Thesen zur ErnĂ€hrung angeschlagen, und Ursula Bremm-Gerhards, aktiv als misereor-Referentin, teilt die Inhalte der Thesen und begrĂŒndet ihr Engagement aus dem christlichen Glauben.
 

Gruppe an der Mariuenburg

Pastor Paul Diederichs, Pfarreiengemeinschaft Zeller Hamm, begleitet die Teilnehmer der RAD KIRCHE und ist mit bei den ersten, die die Höhen zur Marienburg erklimmen. Kaum jemand staunt darĂŒber, dass das monotone Treten in die Pedale keinesfalls bedeutet auf der Stelle zu treten. Es bringt jeden einzelnen voran: Rad fahren bringt raus aus dem Alltag. Der Kopf wird frei und man gewinnt eine gewisse Ruhe, mit der man manches gelassener angeht.  Geistlichen Übungen wie das immerwĂ€hrende Jesusgebet, wie es die orthodoxen Christen ĂŒben,  oder das Wiederholen der Glaubensgeheimnisse eines Rosenkranzes in der römisch-katholischen Tradition, oder das Drehen einer Gebetsschnur, was in viele Religionen gepflegt wird, wird eine durchaus vergleichbare Wirkung zugesprochen. Die Wiederholung die die Mutter aller Weisheit. Den Geheimnissen des Glaubens tiefer auf die Spur zu kommen, bleibt in der freien Entscheidung jedes einzelnen Menschen.
Teilnehmerorientierung und Partizipation sind Werte, die in der „RAD KIRCHE“ groß geschrieben werden. Gemeinsame Entscheidungsfindung ĂŒber Routenverlauf, Haltepunkte und eine Einkehr gehören selbstverstĂ€ndlich dazu. Kurz vor dem Reiler Hals entscheidet die Gruppe gemeinsam umzukehren, um die FĂ€hre nach PĂŒnderich zu nehmen.  KreativitĂ€t entwickelt der Mensch am wirkungsvollsten bei einer Tasse Kaffee, so lautet eine Alltagsweisheit. Allerdings gehört die gesellige Runde dazu, damit sich das kreative Potential voll entfalten kann. Im Gasthaus „Engel“ in PĂŒnderich tauschten sich die Teilnehmer ĂŒber die Erlebnisse und Erfahrungen in der „Rad Kirche“ aus: die Gruppe als Gemeinschaft zu erleben, in dem jeder Einzelne Platz hat,  gehört mit zu den wesentlichen Erfahrungen. Ideen fĂŒr neue „Herz-Routen“ im kommenden Jahr werden geboren.


 
Der Einkehrschwung fĂŒhrte die Radfahrer nach Kaimt in der Wein- und Sektmanufaktur Klaus StĂŒlb. Bei einem Rundgang durch den Keller fĂŒhrten die GĂ€ste und der Winzer GesprĂ€che ĂŒber Gott und die Welt und unliebsame wie auch freudige Überraschungen, die Wetterkapriolen auslösen und mit denen ein Winzer im Laufe eines Jahres lebt und arbeitet. Ein Jahr, das mit einem Tief begann und doch mit Freude endet, wenn die QualitĂ€t der der Ernte gemessen wird. Der diesjĂ€hrige Federweißer mundet köstlich und beinhaltet das Versprechen auf einen guten Wein. Ein Winzer denkt offensichtlich in KreislĂ€ufen und zukunftsorientiert: in den Kellern ist nun viel Platz fĂŒr die große Ernte, die nĂ€chstes Jahr erwartet und ersehnt wird. 
 

zu Gast bei der Wein- und Sectmanufaktur Klaus StĂŒlb in Kaimt

Dank sei Ursula Bremm-Gerhard und Klaus StĂŒlb fĂŒr die Gastfreundichkeit. Radsport Schrauth in Sehl gilt der Dank fĂŒr die Ausleihe von sportlichen E-RĂ€dern betrieben mit Lithium-Ionen-Akku fĂŒr die jungen Teilnehmer der RAD KIRCHE.
 
Mit der Herz-Route rund um Zeller Hamm beschließt „Rad Kirche“ die Saison, und nicht wenige sagen: nĂ€chstes Jahr sind wir wieder mit dabei.

Der Glaube kommt vom Hören

Jugend der „rad kirche“ im Dekanat Cochem liess sich Tour im September ein auf Begegnungen. „Wovon lebt der Mensch?“ lautete die Impulsfrage beim Start in Cochem-Sehl. Veronika Rass, Pastoralreferentin im Dekanat Cochem, erinnerte an das Wort Luthers: „Und wenn ich wĂŒsste, dass die Welt heute untergehen wĂŒrde, wĂŒrde ich heute noch ein ApfelbĂ€umchen pflanzen.“

In Karden an der Georgskirche beantwortete Maik Sommer, Jugendpastor der Evang. Kirchengemeinde Cochem, die Frage und lud dazu ein, den ersten Psalm zu hören. „Wohl dem, der 
 hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt ĂŒber seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den WasserbĂ€chen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine BlĂ€tter verwelken nicht. Und was er macht, das gerĂ€t wohl.“ 

Man teilte Zeit und Aufmerksamkeit in der  interkonfessionellen und interreligiösen Begegnung, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Glauben feststellte. WĂ€hrend ein junger orthodoxer Christ das Hören in der Stille durch ein Herzensgebet pflegt, ist ein junger Muslim angehalten, eine Sure des Korans zu meditieren. „Ein gutes Wort ist wie ein Baum, dessen Wurzeln fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen.“

RĂŒdiger Lancelle, Evang. Kirchengemeinde, bringt Wissenswertes und AmĂŒsantes ĂŒber den Kirchenbau zu Gehör. „Gepflanzt“ am Ufer der Mosel wurde die Evang. Kirche Cochem im Jahr 1893 wirkt die VerkĂŒndigung des Wortes Gottes bis heute nachhaltig Die Köpfe von vier Persönlichkeiten der Reformation in den Fenstern der Kirche zeigen den Status der Evang. Kirche Cochem als unierte Kirche. An der Kirche, die ehemals als Pferdestall diente, lehnten heute die FahrrĂ€der der „rad kirche“.

Die erfahrene Stille bei der Radtour durch die herbstlich anmutende Kulturlandschaft hoch in der Eifel bei den WindhĂ€userhöfen, Möntenich, Roes, Burg Pyrmont, Pillig und MĂŒnstermaifeld liess Staunen ĂŒber den Reichtum an Lebensmitteln, die die fruchtbare Erde schenkt. ZurĂŒck an der Mosel durch das Schrumpfbachtal hörte man den ErlĂ€uterungen von Karl-Josef Hasdenteufel, dessen Familie seit mehr als 180 Jahren im Alten Pfarrhaus in Hatzenport eine achtsame und verantwortungsvolle Verarbeitung von Lebensmitteln wie die nachhaltige Verarbeitung von Äpfel der Streuobstwiesen von Eifel und HunsrĂŒck zu Apfelwein pflegt. Die Weitergabe der Tradition an die Generation der Enkel ist selbstverstĂ€ndlich.

Bei einer gemeinsamen Einkehr ins „Paradies“ in Hatzenport genoss man bei einer zĂŒnftigen Mahlzeit die GesprĂ€che von Tisch zu Tisch mit FeriengĂ€sten an der Mosel. Mit der Bahn ging es zurĂŒck nach Cochem.

Der Dank gilt allen, die ein offenes Ohr haben, so CafĂ© am Obertor der Barmherzigen BrĂŒder in MĂŒnsternaifeld, das seine Infrastruktur zur VerfĂŒgung stellte, sowie Radsport Schrauth in Cochem-Sehl fĂŒr das social sponsering in der Ausleihe von sportlichen E-RĂ€dern.

„Rad Kirche“ beschliesst mit einer „Herz-Route“ rund um Zell Mosel am Samstag, 14. Oktober 2017, die Saison und startet um 10.00 Uhr im Bullay am Umweltbahnhof.

Mehr Informationen bei Veronika Rass, Pastoralreferentin im Dekanat Cochem, Ruf 015112237115, Mail: veronika.rass@bistum-trier.de, Blog: https://radcalledout.blog


„Catholic Hipsters“ oder ĂŒber die Subkultur von Aussteigern

 
Ein Hipster wĂŒrde sich nie als solcher benennen, es sei denn durch ironische Distanzierung von dieser Kultur. Die Bezeichnung fĂŒr Aussteiger, die alles im Leben durchgemacht und sich durch nichts erschĂŒttern lassen, sondern individuell, alternativ, ironisch, kreativ und in gewisser Weise exklusiv ihr Leben gegen den Mainstream gestalten, wird sozusagen von außen einer Subkultur verliehen.
Auf den Spuren Menschen, die einen alternativen Lebensstil gewĂ€hlt haben, bewegte sich „rad kiche“ im Dekanat Cochem auf einer Route zwischen Ulmen und Cochem. Man könnte diese Menschen als „catholic hipsters“ ihrer jeweiligen Zeit bezeichnen:
Das Katharina-von-Bora-Haus in Ulmen erinnert an „Herrn KĂ€the“, wie Martin Luther seine kluge und selbstbewusste Frau bezeichnete. Sie verließ ihre kleine, aber gesicherte katholische Welt, um sich in das Wagnis der Freiheit zu begeben. Sie wird bezeichnet als „Protagonistin eines neuen, protestantischen Lebensstils, der von Selbstverantwortung und Gottesvertrauen gekennzeichnet ist.“
Zwölf Karmelitinnen im Karmel Waldfrieden Auderath, die sich einem Gebetsleben in Einfachheit, im Gottvertrauen und in strenger Klausur verschrieben haben, wirken fĂŒr viele Menschen in der Umgebung anziehend als ĂŒberzeugende Christinnen in ihrem alternativen Lebensstil.
Die Friedenswiese in BĂŒchel weist hin auf Christen, die in Fastenaktionen und im Gebet ihren Widerstand gegen eine globale GefĂ€hrdung der Menschheit durch atomare Waffen demonstrieren.
Patron der Kirche in Brauheck ist der schweizer Nationalheilige Niklaus von der FlĂŒe,, dessen 600-Jahrfeier ins Jahr 2017 fĂ€llt. Er wird als Friedensheiliger fĂŒr die ganze Welt verehrt. Er ist der einzige Eremit, der nichts aß. Ein Asket, ein Beter , ein VisionĂ€r.
Als gewissen Kontrapunkt zu den „catholic hipsters“ nahm man am Nachmittag die Einladung des Golfclubs Cochem dankend an. Eine gewisse exklusive Sportart in den Augen vieler Zeitgenossen. Doch kein Cochemer Golfspieler wĂŒrde diesen Sport als exklusiv bezeichnen. Im Gegenteil: der Club gestaltet das Vereinsleben ausgesprochen inklusiv und familienfreundlich und generationenĂŒbergreifend. Man ist vernetzt, InternationalitĂ€t des Golfsportes ist selbstverstĂ€ndlich.
„rad kirche“ nahm die Gelegenheit wahr und schnupperte beim Training der Jugendgruppe des Golfclubs.
Freundlicherweise stellten die gastfreundlichen Orte BĂ€ckerei MĂŒsch in Ulmen und Pizzeria EiscafĂ© Italia in BĂŒchel ihre „Infrastruktur“ fĂŒr die „rad kirche“ zur VerfĂŒgung.
Über Ellenz-Poltersdorf fĂŒhrte die Route zu einer Einkehr nach Cochem in einen italienischen Eissalon.
 
Die nĂ€chste „Herz-Route“ der „rad kirche“ im Dekanat Cochem fĂŒhrt am Samstag, 23. September 2017, ab 10.00 Uhr von Cochem-Sehl ĂŒber Treis-Karden, Roes und MĂŒnstermaifeld und Hatzenport zurĂŒck nach Cochem.
 
Mehr Informationen und Anmeldungen bei Veronika Rass, Pastoralreferentin im Dekanat Cochem
Ruf 015112237115,

 

gesehen im Karmel Auderath


 

 
Das innere Gleichgewicht finden
 
rad kirche im Dekanat Cochem auf einer „Herz-Route“ von Ulmen nach Cochem
 
am Samstag, 26. August 2017, startet um 10.00 Uhr in Ulmen an der Kirche St. Matthias eine Fahrradtour auf einer „Herz-Route“ von Ulmen nach Cochem. Die Route fĂŒhrt auf Rad- und Feldwirtschaftswegen sowie ca. 500 m Landstraße durch die eindrĂŒckliche Kulturlandschaft der Eifel ĂŒber Auderath, BĂŒchel, Faid, Brauheck, Roompot, zur Mosel mit Ellenz-Poltersdorf, Ernst und Sehl nach Cochem.
 
Wer sich um 8.45 h am Sehler Dom einfindet, den erwartet eine kurze Einstimmung auf die Tour.  Die Anreise erfolgt von Cochem Bhf bis Ulmen mit dem RegioRadler Vulkaneifel ab 9.13 h.
 
Halte mit kurzen Impulsen zum oder einer Rast sind vorlĂ€ufig geplant an der Friedenswiese, in BĂŒchel bei Pizzeria Italia, in St. Nikolaus von der FlĂŒe Brauheck, beim Golfclub-Cochem, der zu einem Golf-Schnuppern um 13.30 h einlĂ€dt, sowie in Ellenz-Poltersdorf. Cochem wird am spĂ€ten Nachmittag erreicht.
Die „Radskizze“ des Nikolaus von der FlĂŒe wird als Meditation dienen, um mit deren Hilfe das innere Gleichgewicht zu finden und zu stĂ€rken.
 
Die Teilnehmer sind mit dem Fahrrad unterwegs  als TeilnehmerInnen des öffentlichen Verkehrs und auf eigene Verantwortung.  Tragen Sie bitte Helm und helle Kleidung bzw. eine Signalweste.
Bus- und Bahntickets sowie Sammeltaxen zum Startpunkt und ab Endpunkt der Touren werden von den TeilnehmerInnen bei den Verkehrsbetrieben selbst erworben. FĂŒr die Radtour haben die Teilnehmer passenden Proviant dabei.  Eine gemeinsame Einkehr in ein Gasthaus am Ende des Tages  ist möglich.
 
Bei voraussichtlich starkem Regen, zu erwartender Unwettergefahr und anderen außergewöhnlichen UmstĂ€nden  finden die  Touren nicht statt.  Kurzfristige Änderungen der Routen sind dem Tourenleiter vorbehalten.
 
Eine Anmeldung wird erbeten bis jeweils zwei Tage vor der Tour.
RadfahrerInnen, die sich spontan zu einer Teilnahme an einer Tour entschließen,  finden sich am Sehler Dom, am Bahnhof Cochem, am Startpunkt  oder bei einer der Haltepunkte ein.
Mehr Informationen und Anmeldungen bei
 
Veronika Raß, Pastoralreferentin
Tourismusseelsorge im Dekanat Cochem
Moselweinstraße 15
56821 Ellenz-Poltersdorf
Telefon 02673 961974 17
Mobiltelefon  015112237115
Mail: Veronika.Rass@bistum-trier.de

 

„rad kirche“ rund um Zeller Hamm: die Entdeckung der Langsamkeit
 
Sozial und ökologisch nachhaltig gestaltete sich die dritte „Herz Route“ der „rad kirche“ im Dekanat Cochem rund um Zeller Hamm.
 
Die Radfahrer und Radfahrerinnen, die mit der Bahn nach Bullay angereist sind, erklommen erfolgreich von der Mosel in Kaimt aus die Höhen zum Prinzenkopf ausnahmslos sportlich und aus eigener Kraft, und nahmen sich Zeit, einander kennen zu lernen und sich auszutauschen. So gestaltete sich der Tag teilnehmerorientiert, und flexibel ging die Leitung auf die Interessen der Teilnehmenden ein. 
 
Die Gruppe ist international und gemischt konfessionell und interreligiös. Das Gebet der „Vereinten Nationen“ eröffnet den Tag am Umweltbahnhof Bullay: „Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequĂ€lt, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen Mensch tragen.“
 
Rastmöglichkeiten wurden ausgiebig genossen.
Die Begegnung mit dem Ecovin-Winzer Klaus StĂŒlb, Wein- und Sectmanufaktur in Kaimt, eröffnete Erlebnisse in den Alltag auf einem Weingut mit allen Sinnen. So waren die GĂ€ste eingeladen, die Produkte wie naturbelassener Traubensaft, eingelegte WeinblĂ€tter, Kirschen und wilde Erdbeeren und Pfefferminze eines naturbelassenen Weinberges zu verkosten.
 
Die Klosterkirche in Springiersbach lud dazu ein, das Evangelium des Tages zu meditieren, nachdem man sich im Café an der Kirche gestÀrkt hatte.
 
Die offene Evang. Kirche in Zell Mosel bot einen Raum der Stille und Gastfreundlichkeit.
 
„Bei der nĂ€chsten Tour sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei“, so die durchweg positive Resonanz bei den TeilnehmerInnen.
 

Fotos:
Veronika Raß

„rad kirche“ am Sehler Dom bei „Happy Mosel“

 
Auf ausgesprochen gute Resonanz stieß der offene Sehler Dom bei Radfahrer_innen von nah und fern bei „Happy Mosel“. Ein Ort der Stille, der es dem Einzelnen erlaubte, die Fahrt zu unterbrechen und das „Erfrischende“ eines Innenhaltens im Kirchenraum zu entdecken.
 
Das aufgeschlagene Lektionar mit dem Evangelium des Tages lud dazu ein, die Heilige Schrift zu meditieren. Um sich auf ein persönliches Gebet einzustimmen, war man eingeladen, das  althergebrachte Ritual zu pflegen, eine Kerze anzuzĂŒnden.
 
In das ausliegende Buch trugen sich gebĂŒrtige „Seller“ ebenso ein wie GĂ€ste, die von weit her den autofreien Sonntag an der Mosel bei herrlichem Wetter genossen. Der Dank, das Lob, die Bitte gilt Gott, der dieses Fleckchen Erde so wundervoll erschaffen hat:
 
„GlĂŒck ist, bei so einem tollen Wetter an der Mosel zu radeln. Danke, lieber Gott“.
 
Einzelne Radfahrer_innen suchten das GesprĂ€changebot, fĂŒr das  Pastoralreferentin Veronika Rass und Ehrenamtliche am Sehler Dom zur VerfĂŒgung standen.
 
Die Gruppe „Jonas“ von der Radsportgruppe vom Kloster Ebernach, die am Sehler Dom Halt machte, nahm dankbar ein erfrischendes Glas Wasser an, das ehrenamtliche Mitarbeiter_innen der „rad kirche“ wie Petra Sehl, Senheim, anbot.
 
 
 
 
 
Fotos und Bericht:
 
Veronika Rass
Pastoralreferentin im Dekanat Cochem
Moselweinstr. 15
56821 Ellenz-Poltersdorf
Tel. 015112237115

rad kirche startet erfolgreich in die Saison

Mit mehr Teilnehmer_innen als ursprĂŒnglich erwartet ist “rad kirche” erfolgreich in die Saison gestartet. “Wir nehmen auch diejenigen mit, die sich spontan entschließen, dazuzutoßen” - so Veronika Rass. Aufmerksam auf die “Herz Route” durch sehenswerte Moselorte wurden passionierte Radfahrer_innen und Hobbyradfahrer_innen durch Hinweise in der Presse. Unter den zwölf Teilnehmenden sind Menschen mehrerer Weltanschauungen, Religionen und Konfessionen.
Mit dem GelĂ€ut der im Jahr 1441 gegossenen Glocke wurde “rad kirche” feierlich am Sehler Dom eröffnet. 1441 war Kolumbus noch nicht geboren und die Neue Welt noch nicht entdeckt. Heutzutage ermöglichen uns die BodenschĂ€tze wie Lithium, das z.B. auf dem Altiplano in SĂŒdamerika lagert, große Radtouren zu unternehmen auf E-Bikes mit Lithium-Ionen-Akku. Wer hĂ€tte vor kurzem noch gedacht, dass es je elektrifizierte RĂ€der geben wĂŒrde?
Mit dem Ziel, Mensch und Natur in Einklang zu bringen, entfaltet der Mensch offensichtlich eine hohe KreativitÀt.
Hinaus auf die Straßen in die Offenheit der Begegnung mit manch Überraschendem liess sich die Gruppe fĂŒhren. Manche Menschen, die bislang eher am Rande wahrgenommen wurden, rĂŒcken dabei in den Mittelpunkt. Im Austausch in der Gruppe bekannte eine Teilnehmerin: “Ich bin positiv ĂŒberrascht ĂŒber das Engagement in den einzelnen Orten.” Insgesamt sechs Stationen unterwegs luden ein zu Begegnungen mit Menschen, die sich aktiv engagieren im Netzwerk fĂŒr Neuzugezogene. Dabei kam selbstverstĂ€ndlich der Austausch ĂŒber das ehrenamtliche Engagement der Teilnehmenden nicht zu kurz: “Ich engagiere mich in der Pfarrei fĂŒr die Messdiener”, so eine Teilnehmerin. “Ich leite seit mehreren Jahrzehnten einen Musikverein in einem Moselort,” so ein weiterer Teilnehmer.
 
In Bruttig-Fankel stieß die Gruppe beispielsweise auf Christa Zundel, einer im wahrsten Sinne des Wortes katholischen Person. Sie steht fĂŒr Weltoffenheit als Christin im Netzwerk fĂŒr Neuzugezogene, indem sie Familien unabhĂ€ngig von Weltanschauung und Religion Zugehörigkeit praktisch vermittelt und ihr Haus öffnet. “In der Begegnung mit Menschen kann uns etwas von Gott durchscheinen,” so die Deutung des Geschehens. Im GesprĂ€ch ĂŒber Gottesbilder und die unterschiedlichen Namen Gottes in den Religionen antwortete ein Teilnehmer muslimischen Glaubens auf die Frage, ob er die 99 Namen Gottes kenne: “Ich kenne zwei oder drei...”
 
In Beilstein informierte Beate Kolb ĂŒber die nachhaltige Entwicklung eines ehrenamtlichen Engagements zugunsten des Erhaltes des Karmeliterklosters Beilstein als einem Ort der Gastfreundschaft zu einem mittelstĂ€ndischen Betrieb mit sieben Angestellten, den sie als Fachkraft leitet. Die Kommunionbank, ursprĂŒnglich ein Symbol fĂŒr die Trennung in unterschiedliche StĂ€nde in der Kirche und ein Symbol fĂŒr unterschiedliche Zugehörigkeiten zum Volk Gottes, ist heutzutage Inventar des KlostercafĂ©s. Nicht als trennende Schranke, sondern geöffnet fĂŒr alle GĂ€ste, unabhĂ€ngig von Weltanschauung und Religionszugehörigkeit.
 
Senheim, ursprĂŒnglich ein Amt mit Verwaltungsaufgaben fĂŒr viele Orte auf dem HunsrĂŒck, wartet auf mit einem Kloster, das bis heute die EhrenbĂŒrgerin des Ortes beherbergt, Sr. Mechthild. In einem FlĂŒgel des Klosters, heute ein Gasthaus, war bis in die 70er Jahre der Kindergarten untergebracht. Kirchen setzen sich bis heute nachhaltig fĂŒr Bildung und Erziehung und Betreuung von Kindern ein, eine Idee, die ursprĂŒnglich von der Evang. Kirche ausging und von der katholischen Kirche ĂŒbernommen wurde. Zur UnterstĂŒtzung von Familien, damit viele Kinder die gleichen Startchancen im Leben erhalten. Lothar Sehl und Martina Sehl haben die Bildungseinrichtung im Kloster als Kinder erlebt und berichten so manche Anektdote aus einer Zeit, als Kinder die Welt in und um Senheim wie auf einem großen Abenteuerspielplatz mit Sr. Mechthild erkunden durften. Da musste wenigstens bei einer Aktion die Feuerwehr zur Rettung ausrĂŒcken. Heutzutage integriert die Kath. Kita St. Katharina Senheim Kinder in einem multireligiösen Kontext und engagiert sich gemeinsam mit der FlĂŒchtlingsinitiative Moselkrampen bei einem Kinderspielplatzfest, wie Petra Sehl berichtet.
 
An der Klosterruine Stuben, einem Ort, der ursprĂŒnglich fĂŒr die Ewigkeit erbaut war, erinnert man sich daran, dass so manch fĂŒr die Ewigkeit Erbautes zu Bruch gehen kann. So ist die Einheit des Christentums in der Geschichte zerbrochen in den großen Schismen. Anita Emmel, Kappel, berichtet aus eigener Erfahrung als Katholikin in einer gemischt konfessionellen Ehe ĂŒber die Glaubenskriege, die noch vor wenigen Jahrzehnten ganze Ortschaften und Familien entzweiten. FĂŒr sie ist dies ein Anstoß, sich nachhaltig fĂŒr Versöhnung zwischen den Konfessionen und zwischen den Religionen einzusetzen.
 
In Ediger erwarten Dr. Richard Derber, Mitglied bei ZahnĂ€rzte ohne Grenzen, und Rita Bretz die “rad kirche” in der Straußwirtschaft Alte Kelter. In ihren HĂ€usern in Ediger und Bremm wurden inzwischen 33 Neuzugezogene einquartiert, die tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung finden in den ersten Wochen und Monaten nach der Ankunft in Deutschland. Momente der Freude keimen auf, wenn es gelingt, Neuzugezogenen Boden unter die FĂŒĂŸe zu geben. Brigitte Fischer, Bremm, stĂ¶ĂŸt zur Gruppe dazu in Ediger. “Ich fĂŒhle mich berufen” antwortet sie auf die Frage, wie sie zu ihrem Engagement fĂŒr alleinerziehende Neuzugezogene kommt.
 
Nachhaltigkeit im Weinbau ist Dreh- und Angelpunkt des GesprĂ€chs mit Martin Cooper, im Weinberg des Weingutes Kloster Ebernach in Sehl. Er gehört offensichtlich zu den Menschen, die sich auch durch scheinbar UnĂŒberwindliches nicht von ihrer Einstellung abbringen lassen. Als schier unĂŒberwindliches Problem erscheint zurzeit noch der Einsatz von rein biologischen und mechanischen Mitteln zur SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung und zur DĂŒngung der Rebstöcke in den Steillagen der Mosel. Dennoch sieht er auf Zukunft hin im Alleinstellungsmerkmal â€œĂ¶kologischer Weinbau” einen Marktvorteil eines Anbaugebietes. Denn “alle Kunden wĂŒnschen ökologisch angebauten Wein”, so Martin Cooper. Entscheidend bleibt die Sorge um das Wohl von Mensch und Natur als die treibende Kraft fĂŒr nachhaltige Entwicklung.
 
Herzlich dankten die Teilnehmer_innen der ersten “Herz Route” der “rad kirche” fĂŒr das Erfahrene,
 
Die Leichtigkeit des Unterwegssein mit einem E-Bike hat manch einen ĂŒberrascht und letztlich ĂŒberzeugt. Auch die sportlich ambitionierten Radfahrer sind gut unterwegs auf der Route. Die Fahrt durch das TaubengrĂŒn von Senheim nach Neef fĂŒhrt ĂŒber eine naturbelassene Route durch ein Naturschutzgebiet, auf der man mit beiderlei AusrĂŒstung die Fahrt genießen kann.
Mit einer Einkehr in ein gastfreundliches Haus fand die Route einen beschwingten Ausklang mit der Aussicht auf die zweite Route im Monat Mai. Die erste Route hat offensichtlich Lust auf mehr “rad kirche” bei den Teilnehmenden geweckt.
 
Die nĂ€chste Tour startet am Samstag, 20. Mai 2017, um 10.00 h am Sehler Dom und fĂŒhrt in die Höhe. Eifelorte wie Roes und MĂŒnstermaifeld liegen auf der Route. Es geht wie immer bei “rad kirche” zu allererst um das Erlebnis des Radfahrens, um das Unterwegssein auf den Straßen als Einzelner in einer Gruppe. Neue Route, neues Thema. An einige Stationen dĂŒrfen die Teilnehmenden Impulse zu Kunst und Kultur erwarten.
Hobbyradfahrer_innen wird als AusrĂŒstung ein E-Bike fĂŒr die gefĂŒhrte Tour von der Mosel ab Sehl ĂŒber Cochem und Treis-Karden durch die Eifel zurĂŒck zur Mosel nach Hatzenport, von wo es mit der Bahn zurĂŒck nach Cochem geht, unbedingt empfohlen.  
Mehr Informationen und Anmeldung:
Veronika Rass
Pastoralreferentin
Dekanat Cochem
Moselweinstr. 15
56821 Ellenz-Poltersdorf
Mail: Veronika.Rass@bistum-trier.de
Ruf 015112237115

 

 
„Rad“ Kirche - eine etwas andere KirchenfĂŒhrung mit dem Rad
Als „ver-rĂŒckte Herausgerufene“ lassen sich diese beiden Worte locker und phantasievoll ĂŒbersetzen.  â€žRad Kirche“ bietet GĂ€sten und Einheimischen eine etwas andere KirchenfĂŒhrung mit dem Rad.
 
Die Sicht „verrĂŒcken“
Einfach mal die Perspektive wechseln, die Position wechseln, den gewohnten Blick verlassen und eine neue Perspektive einnehmen und die Sicht „ver-rĂŒcken“, das erlaubt eine alternative Tour auf einem Veloring durch  sehenswerte Moselorte rund um Cochem.
 Man kann vom Fahrradsattel aus Ungewöhnliches wahrnehmen und Wesentliches entdecken, das aus dem Alltag ver-rĂŒckt und gerade dadurch ermöglicht, die schönsten Urlaubserlebnisse zu gewinnen.
 
„Herausgerufen wohin?“
Kirche sein heißt sich herausrufen lassen. „Rad Kirche“ nimmt mit auf den Weg zu einer Kultur der Nachhaltigkeit. Die Schöpfung ist nicht etwas außerhalb von Gott, nicht etwas, das er aus sich heraus geschaffen hĂ€tte. Die Schöpfung ist vielmehr in ihm, etwas, fĂŒr das er in sich Raum geschaffen hat.  Einen neuen Aufbruch mit Gott wagen, die Zeit zu beginnen ist jetzt, er ruft uns heraus, deshalb sind wir Kirche.  â€žRad Kirche“ ist außerdem verbunden mit der „Radwegekirche“ der Evang. Kirche in Deutschland.
 
Start
„Rad Kirche“ startet am 22. April 2017 um 10 Uhr in Cochem-Sehl am Sehler Dom.  Die Route von ca. 55 km fĂŒhrt ĂŒber Cochem und Cond, Valwig, Bruttig-Fankel,  Beilstein und Mesenich nach Senheim.  Nach einer kurzen Rast  in Senheim geht es weiter zur Klosterruine Stuben. Über Bremm, Ediger-Eller und Ellenz-Poltersdorf sowie Ernst fĂŒhrt der Veloring zurĂŒck nach Cochem-Sehl. 
 
Die Wahl des Rades ist abhĂ€ngig von der persönlichen Kondition.  Alle Radverleihe in der Verbandsgemeinde Cochem bieten Beratung und Service, zum Beispiel Fahrradverleih Radsport Schrauth in Sehl.
 
Impulse unterwegs gibt Pastoralreferentin Veronika Raß.  Der Besuch eines nachhaltig ökologisch bewirtschafteten Weingutes beschließt die Route im Weingut Kloster Ebernach in Sehl gegen 17 Uhr.
Eine Gelegenheit zur Teilnahme an einer Eucharistiefeier bietet sich am Abend in der Pfarreiengemeinschaft Cochem.  Eine Einkehr am Abend in ein Gasthaus ist möglich.
 
Mehr Informationen und Anmeldung
Tourismusseelsorge im Dekanat Cochem, Moselweinstr. 15, 56821 Ellenz-Poltersdorf gibt weitere AuskĂŒnfte unter der Rufnummer 02673 961947 17.
Bei der „Rad Kirche“ ist man mit dem Fahrrad unterwegs als Teilnehmer des öffentlichen Verkehrs und auf eigene Verantwortung.  Es werden keine TeilnehmergebĂŒhren erhoben. Ggf. anfallende Kosten fĂŒr Rast und Einkehr trĂ€gt jeder Teilnehmer selbst.
Eine Anmeldung wird erbeten. Radfahrer, die sich spontan zu einer Teilnahme entschließen, finden sich am Startpunkt ein.  Integration und Teilhabe von Menschen mit Handycap sind uns ein Anliegen.  Bei voraussichtlich starkem Regen, zu erwartender Unwettergefahr und anderen außergewöhnlichen UmstĂ€nden findet die Tour nicht statt.
Weitere Touren auf neuen Routen sind in Planung.
 
„Rad Kirche“ - eine Initiative  im Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus 2017