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Haben uns denn alle guten Geister verlassen?!

Ansichten einer Ehrenamtlichen  
 
von Brigitte Fischer, Bremm
 
Wes Geistes Kind sind wir?
NatĂŒrlich muss zuerst gefragt werden, was sind Geister.  
Gute Geister sind natĂŒrlich erst einmal das Gegenteil von bösen Geistern. Das ist eigentlich jedem klar. Jedem, sei er Atheist, Moslem, ein Jude oder Christ. Viele Redensarten sind uns bekannt:
 
„So viel geistloses“ – „aus ihm spricht ein guter Geist“ – begeistert sein, - da scheiden sich die Geister,- der Geistesblitz,- wacher Geist  u.v.m.
 
Folglich  ist  jedem  denkendem  Menschen  der  Geist  ein  Begriff.  Aus  den angegebenen Beispielen erkennt jeder sofort, ob sich dahinter ein guter oder böser Geist versteckt. Geistlos zu wirken ist meines Erachtens nicht ohne Geist möglich.
 
Wenn uns scheinbar alle guten Geister verlassen haben, geben wir Raum fĂŒr Chaos.  Das Chaos herrscht auf unsere Welt in vielen LĂ€ndern. Durch diesen Ungeist verlassen unzĂ€hliger Menschen ihr Land, ihre Kultur.
 
Wer  gibt  uns  das  Recht  den  Ungeist  zu  nĂ€hren?  Wer  hat  das  Recht geschundene,  besudelte,  ja  hungernden  Menschen  abzulehnen,  weiter  zu erniedrigen, ihnen zusĂ€tzlich Gewalt anzutun?
 
Werden wir vielleicht wachgerĂŒttelt aus unserem Dornröschenschlaf, zu den unsere Ahnen uns die Voraussetzungen schafften, im Glauben, dass wir damit geistvoll umgehen werden?!  
Die  meisten  von  uns  sind  Wirtschaftswunderkinder.  Unsere  Eltern  und Großeltern  sind  gequĂ€lt,  geschunden,  vertrieben  und  entwĂŒrdigt  worden. Haben wir das alles vergessen?!  
 
Viele kluge verantwortungsvolle (geistvolle) Menschen bewirkten fĂŒr uns eine sehr lange Zeit der Sicherheit.
 
Ich  selbst  bin  ein  Nachkriegskind.  Erlebte  noch  das  Streben  nach  einem normalen  Leben  nach  dem  Krieg.  Erlebte  wie  sich  die  allermeisten  bei  uns entwickeln und erweitern konnten, beruflich, im Geistigen, im Geistlichen, im Materiellen und in vielen anderen Bereichen. Ich habe erlebt wie wir uns ĂŒber jeden Kauf, waren es die Lederhandschuhe der  Mutter,  ein  neuer  Hut,  KĂŒhlschrank  oder  Fernseher,  freuten.  Und  diese Freude war lange Wochen bei uns zu Gast.  
 
Haltungen
NatĂŒrlich ist dies der Verdienst des Einzelnen und jeder kann auf seine Erfolge stolz sein. Nur dĂŒrfen wir nicht meinen,  das alles sei selbstverstĂ€ndlich.  Der Glanz des Wohlstandes ist trĂŒgerisch und ist ganz schnell erlöscht, wenn wir nicht sorglich mit ihm umgehen. Er ist mehr Schein als Sein. Er verfĂŒhrt zur Selbstgerechtigkeit,  zu  Überheblichkeit,  DĂŒnkel  und  Selbstherrlichkeit,  also
weg von den Menschen, nur hin zu sich selbst.
 
Dabei ist Demut angebracht!  Wir konnten, wollten, durften uns entwickeln durch  die  festen  Normen  einer  Demokratie,  die  uns,  ja  ich  möchte  sagen, geschenkt wurde.  
 
Vielen  von  uns  ist  die  christliche  NĂ€chstenliebe    ein  nicht  wegdenkbarer Begriff. Den NĂ€chsten lieben hat auch mit sensibleren EinfĂŒllungsvermögen und Demut zu tun.
 
Demut ist fĂŒr mich kein dunkler Begriff. Sie hat fĂŒr mich sogar etwas Warmes, LĂ€uterndes, Sympathisches und Befreiendes an sich.  Großartige  Menschen  sind  fĂŒr  mich  die,  die  in  ihrem  Wohlstand  in Dankbarkeit und Demut leben. Das beinhaltet so viele gute Geister, wie auch die Liebe zu dem anderen.  
 
Geben  
NatĂŒrlich ist das kein „Friede, Freude, Eierkuchen!“  EnttĂ€uschungen,  Fehlentwicklungen,  auch  auf  „ungute  Geister“  reinfallen usw., gehört dazu.  
 
Doch merkwĂŒrdiger Weise ist meine Erfahrung dazu sehr positiv.  Denn Ehrenamtlicher zu sein, heißt ohne Entlohnung fĂŒr Andere zu wirken, ist eigentlich  nicht  ganz  richtig.  Ehrenamtliche  werden  entlohnt  und  zwar  auf eine besondere Weise, die glĂŒcklich macht.  Dankbar, demĂŒtig und glĂŒcklich. Jeder gibt, was er zu geben hat in vielfachen Möglichkeiten. Der Spruch“

kommt ins eigene Herz zurĂŒck!“ ist wahr. Dieses Geschenk bekommen wir, ob wir  wollen  oder  nicht.  Es  bereichert  mich,  wiederum  in  demĂŒtiger Dankbarkeit.  
 
Wir werden wach! Und das, was wir spĂŒren, kann uns erschrecken, verwirren, ja auch Angst machen.  Wir  waren  doch  so  sicher,  ob  unserer  Sicherheit,  der  SelbstverstĂ€ndlichkeit
des  Nehmens.  Menschen  die  nie  in  diesen  Schlaf  fielen,  erlebe  ich  eher angstloser und bereiter neue Herausforderungen Folge zu leisten.
 
Denn wer sind wir denn?!  
Wenn uns alles genommen wird, stehen wir da wie viele FlĂŒchtlinge.  
 
Unterscheiden
Ist es nun ein böser oder ein guter Geist den wir persönlich zulassen, wenn wir  zwar  nichts  an  der  furchtbaren  Situation  der  LĂ€nder  Ă€ndern  können, jedoch dem einzelnen Menschen auf den unterschiedlichsten Ebenen helfen, wieder zu sich selbst zu kommen?! Wer hat ein Recht andere Menschen zu beurteilen oder vorzuverurteilen? Es  soll  Menschen  geben,  die  das  GefĂŒhl  der  NĂ€chstenliebe  und Menschlichkeit im Einklang mit sich selbst verstehen. Sie können nur schwer aus  ihrem  KnĂ€uel  von  egoistischen  Verstrickungen  sich  selber  entkommen. Sie tun mir leid.
 
Doch  es  gibt  eben  auch,  und  dass  können  wir  mit  großer  Freude  und Dankbarkeit  erkennen,  die  Wachen  im  Geist,  denen  die  Schicksale  der NĂ€chsten  nicht  gleichgĂŒltig  sind.  Sie  gehören  nicht  zu  den  Satten  unserer Zeit.  
 
Doch sind sie wirklich satt, die Satten? Gieren sie nicht ihr ganzes Leben lang nach Besserem, Schönerem, nach mehr Geld, Luxus und Anerkennung?! Sie  werden  nicht  glĂŒcklich  in  sich  selbst,  nicht  ausgeglichen  und aufgeschlossen ihren Mitmenschen gegenĂŒber.
 
Teilen
Als  ich  vor  etwa  acht  Jahren  ehrenamtlich  bei  der  Cochemer  Tafel  meinen Dienst  antrat,  ĂŒberkam  mich  das  GefĂŒhl:  Was  machst  du  hier  eigentlich:  schuften, Schmutz, Abfall beseitigen u.v.m. Es war kein Gutes.  Bis ich erkennend in die Augen der HilfebedĂŒrftigen sah, ja in der der Kinder, -es war wie ein Zauber -, aus MĂŒhe wurde Freude an der Arbeit.   Ich gab ihnen, was die „Satten“ nicht mehr wollten.  Dankbare Blicke, wohltuende Anerkennung sprangen mir entgegen.  Und letztendlich auch die Dankbarkeit um mein eigenes Leben, das mir bis jetzt gut gelungen war, mit allen Höhen und Tiefen.  
 
Denn  schnell  steht  man  auf  der  anderen  Seite  des  Tisches.  Es  war  mir  als wenn ich nun ein StĂŒck des LebensglĂŒckes zurĂŒck geben durfte und darf. Am Mittwoch, Tag der Ausgabe, wurde und wird meine Woche geteilt. Dieser Tag  fĂŒllt mich so aus, dass ich „todmĂŒde“ anschließend in meinen Sessel falle, glĂŒcklich und zufrieden.  
 
NatĂŒrlich höre ich auch die Kritiker. NatĂŒrlich ist es traurig, dass es in unserem reichen Land BedĂŒrftige gibt, die unterstĂŒtzt werden mĂŒssen. Aber ist es nicht auch traurig, dass Lebensmittel ansonsten und vor der Tafelzeit weggeworfen werden und wurden. Es wird nie alles stimmen! Fehler werden gemacht. Doch das  Wichtige  und  Wesentliche  aus  den  Augen  zu  verlieren  ist  ein  Schritt zurĂŒck in die Unvollkommenheit, in den egoistischen Ungeist gleich Chaos.
 
Sich mit-teilen
Aus diesem Chaos kommen Menschen zu uns. Ob es politisch richtig ist, was bei uns und mit uns geschieht, möchte ich nicht beurteilen. Fakt ist einfach, ganz einfach, die Tatsache, dass Menschen Hilfe brauchen. Sie brauchen sie in den einfachsten Lebenslagen.  Wie zum Beispiel mit ihnen einzukaufen. Ihnen erklĂ€ren wie sie gĂŒnstiger kaufen.  Arztbesuche  arrangieren  und  begleiten,  die  Mitteilungen  z.B.  eines Kindergartens zu erklĂ€ren, ein Konto einrichten, Kleidung organisieren, MĂŒll sortieren, zuhören und nicht zuletzt unsere Sprache zu vermitteln.  Hat  man  das  GlĂŒck,  ihr  Vertrauen  zu  gewinnen,  begleitet  man  auch  zu wichtigen Termine fĂŒr ihr Bleiberecht usw.  
 
Viele Ungeister schreien danach, dass sie unser Grundgesetz kennen mĂŒssen. NatĂŒrlich  sollten  sie!  Doch  durch  wen?  Unsere  Politiker  haben schwerwiegende Entscheidungen zu treffen: unsere SozialĂ€mter leiden unter der Last der unerwarteten zusĂ€tzlichen Aufgaben.   Dieses und sehr viel mehr geht m. E. n u r ĂŒber die freiwillige Mitarbeit des einzelnen BĂŒrgers.
 
Als  mich  jemand  fragte,  ob  ich  einem  FlĂŒchtling  aus  Eritrea  behilflich  sein kann,  die  Sprache  zu  erlernen,  war  es  fĂŒr  mich  eine  Herausforderung.   NatĂŒrlich bekam ich Zweifel, dem gerecht zu werden. Doch Zweifel und Angst sind ja bekanntlich keine guten Ratgeber.  Ich wurde gefordert, mir Gedanken zu machen, wie ich es beginne, da keine Hintergrundsprache. Diese wĂŒrde vieles erleichtern. Es war so als wenn man ungeĂŒbt in ein Boot springt, anfĂ€ngt zu rudern, sich im Kreis dreht, aneckt bis man  in  ruhige  GewĂ€sser  gerĂ€t  und  so  die  Schnelligkeit  und  Sicherheit gewinnt weiter zu rudern.   
 
Muss diese zu betreuende Person sich wegen einer akuten Erkrankung einer Behandlung im Krankenhaus unterziehen, steht neben mir ein weinendes 4jĂ€hriges Kind. Damit möchte ich sagen, dass Menschlichkeit ĂŒbergreifend sein   kann,  ja  sein  muss.  Denn  wir  Menschen  kommen  ohne  den  Anderen  nicht wirklich zurecht.  
 
Der gute Geist des Miteinanders bringt kein Chaos.  Er verbindet.
 
Com-passion
So  bitte  ich  meine  Mitmenschen,  die  die  Zeit  aufbringen  können  sich umzuschauen,  die Schwelle zu ĂŒberschreiten, die abhalten könnte sich zur Hilfe  anzubieten.    Ich,  fĂŒr  meinen  Teil,  habe  die  Gabe  mich  in  Menschen hinein  zu  versetzen.  Versuchen  Sie  es  auch!    Schon  der  Versuch  bringt  uns unserem Herrn nĂ€her und sind wir nicht alle auf der Suche dahin!
 
Brigitte Fischer

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle ehrenamtlich Engagierten und im Besonderen an Brigitte Fischer fĂŒr die Bereitschaft, ihre persönlichen Erfahrungen im Ehrenamt zur Sprache zu bringen. 
 
Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe "Christen aus dem Orient" "Bewusstsein fĂŒr die Vielfalt der Kirchen im Orient stĂ€rken"
Angesichts der wachsenden Zahl von Christen, die als FlĂŒchtlinge insbesondere aus den LĂ€ndern des Nahen Ostens und Nordafrikas nach Deutschland kommen, veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz die Arbeitshilfe „Christen aus dem Orient. Orientierung ĂŒber christliche Kirchen im Nahen Osten und Nordafrika und die pastorale Begleitung ihrer GlĂ€ubigen in Deutschland“. Die Arbeitshilfe bietet einen Überblick und Informationen ĂŒber die orientalischen und die mit Rom unierten Kirchen, denen die FlĂŒchtlinge zumeist angehören.“
 
Pressemeldung der DBK
Link: http://www.dbk-shop.de/media/files_public/ofosspxnq/DBK_5283.pdf
 
Das Bistum Trier unterstĂŒtzt durch die Koordinationsgruppe FlĂŒchtlinge
Ehrenamtlich im FlĂŒchtlingsbereich Engagierte
Durch Bereitstellung von Informationen zum Thema Flucht, Asyl, Ehrenamt,  Glaube unterstĂŒtzt das Bistum Trier Ehrenamt im FlĂŒchtlingsbereich. Man findet auf der website leicht zugĂ€ngliche und im Alltag nĂŒtzliche Netzwerkadressen, Arbeitshilfen und LeitfĂ€den sowie Aktuelles.  
 
Link: http://www.bistum-trier.de/willkommens-netzde/ich-bin/engagiert-fuer-fluechtlinge/
 
Das Land Rheinland-Pfalz unterstĂŒtzt durch die Koordinierungsstelle
„Ehrenamtliche AktivitĂ€ten im FlĂŒchtlingsbereich in RLP“ Ehrenamt
 Eine umfassende Datenbank der bestehenden ehrenamtlichen AktivitĂ€ten, Initiativen, HerferInnenkreise, sowie der hauptamtlichen Koordinierungsstellen und der „Runden Tische“ gibt insbesondere NeueinsteigerInnen einen Überblick von Anlaufstellen und Mitwirkungsmöglichkeiten, man erhĂ€lt Informationen ĂŒber Fortbildungen, und man findet auf der webseite leicht zugĂ€ngliche aktuelle Informationen zum Themenbereich Flucht, Asyl und Ehrenamt, sowie Arbeitshilfen und LeitfĂ€den, die UnterstĂŒtzerInnen im Alltag helfen.   
 
Link: http://www.aktiv-fuer-fluechtlinge-rlp.de/ehrenamt.html
 
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen                                                                                                                            
Veronika Raß , Pastoralreferentin im Dekanat Cochem
mit dem Auftrag Vernetzungen im FlĂŒchtlingsbereich
 
Moselweinstr. 15  
56821 Ellenz Poltersdorf                                                                                                   
Telefon  0049 (0) 2673 961947-17                                                                                                               
Mobil 0151 12237115
eMail:   veronika.rass@bistum-trier.de
www.dekanat-cochem.de

Ehrenamt in ProfessionalitĂ€t: hervorragendes handwerkliches Engagement fĂŒr FlĂŒchtlinge

WĂŒrde man die FahrrĂ€der, die im vergangenen Jahr fĂŒr FlĂŒchtlinge gespendet wurden, in eine Reihe stellen, wĂŒrden diese nicht ganz um den Kreis Cochem-Zell herum reichen, aber eine beeindruckend lange Reihe ergeben. Viele Menschen zeigen ein Herz fĂŒr FlĂŒchtlinge und spenden gebrauchte RĂ€der.

FahrtĂŒchtig fĂŒr den Straßenverkehr machen Ehrenamtlichen-Initiativen vor Ort gemeinsam mit den FlĂŒchtlingen die gespendeten RĂ€der wie zum Beispiel in Zell-Briedel.

Professionelle RadwerkstĂ€tten im Kreis Cochem-Zell sind mit dabei. FahrradwerkstĂ€tten stellen ihr handwerkliches Können ehrenamtlich zur VerfĂŒgung und setzen gebrauchte FahrrĂ€der fachmĂ€nnisch instand. 

DarĂŒber hinaus erteilt die Kreisverkehrswacht Cochem-Zell e.V. auf Anfrage den Netzwerken fĂŒr FlĂŒchtlinge vor Ort mehrsprachige Informationen zum Thema „Mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs“. FĂŒr FlĂŒchtlinge wird ab Januar ebenfalls von der Kreisverkehrswacht e.V. eine theoretische und praktische Radfahrausbildung angeboten.

FĂŒr neuankommende FlĂŒchtlinge bitten kirchliche und zivilgesellschaftliche Netzwerkein der FlĂŒchtlingshilfe vor Ort um eine Spende von gebrauchten, noch fahrtĂŒchtigen RĂ€dern. Die FahrrĂ€der können bei einigen FahrradwerkstĂ€tten abgegeben werden.

Folgende Firmen beteiligen sich an deraktuellen Aktion FahrrĂ€der fĂŒr FlĂŒchtlinge, die am 31. MĂ€rz 2016 endet:

„Radsport Schrauth“, Sehler Anlagen 9-10, Cochem-Sehl

Fahrrad-Shop „Kreutz“, Endertstr. 35, Cochem      

Fahrradverleih „Mosel-Kanutours“, Moselstr. 45, Ernst

Fahrradverleih „Hennen“, Himmeroder Str. 11, Zell-Briedel

In Zell Mosel können gebrauchte fahrtĂŒchtige RĂ€der auch abgegeben werden bei „Fahrradland Klaus“, Notenau 11, sowie bei  Fahrradverleih„Wanderland“, Balduinstr. 95. Dort bietet man Hilfestellung an, zum Beispiel die abgegeben RĂ€der zur Instandsetzung zur Fahrradinitiative in Zell-Briedel bei Fahrradverleih „Hennen“ weiterzuleiten.

Gebrauchte, noch fahrtĂŒchtige RĂ€der können bei den genannten Adressen abgegeben werden bis einschließlich MĂ€rz 2016.

Die instand gesetzten FahrrĂ€der werden den kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken der FlĂŒchtlingshilfe vor Ort in den sieben Pfarreiengemeinschaften bzw. vier Verbandsgemeinden zur VerfĂŒgung gestellt zur Weitergabe an FlĂŒchtlinge.

„Schaltwerk“, RavenĂ©str. 18-20, Cochem (angefragt)

„RTV“, Marientaler Au 42, Zell (angefragt)


FlĂŒchtlinge im Libanon - Ausstellung MGH Kaisersesch

Es ist eine Nahaufnahme der Situation von FlĂŒchtlingen im Libanon: “Ganz nah, aber weit genug" ist der Titel der Fotoausstellung von zehn Stipendiatinnen und Stipendiaten der Journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Seit November wird die Ausstellung in verschiedenen deutschen StĂ€dten gezeigt. Vom 4.1.bis 14.1.2016 ist sie im MGH in Kaisersesch zu Gast.

WĂ€hrend in Europa der Umgang mit der steigenden Zahl der Asylsuchenden die Diskussionen beherrscht, sind die ZustĂ€nde im Libanon fĂŒr viele FlĂŒchtlinge katastrophal. Die Ausstellung zeigt die Bedingungen unter denen PalĂ€stinenser, Armenier und vor allem Syrer direkt hinter ihrer eigenen Landesgrenze leben. Neben Bildern aus den FlĂŒchtlingslagern werden auch Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft gezeigt, die die Fotografen vor Ort zu HintergrundgesprĂ€chen getroffen haben.

Die Ausstellung wurde bereits in Berlin, Sankt Augustin, Bielefeld, TĂŒbingen, Erfurt Andernach und Bad Honnef gezeigt. Weitere Orte sind in Planung.

Weitere Informationen: journalisten-akademie@kas.de

Den Videotrailer Ganz nah aber weit genug - FlĂŒchtlinge im Libanon finden Sie auf dem Youtube-Kanal onlinekasunter folgendem Link:

https://www.youtube.com/watch?v=pBtBuJwLBuI



Flüchtlinge bei uns

 Die höchste Weltflüchtlingszahl seit dem zweiten Weltkrieg
 
http://images.pfarrbriefservice.de/1/3/33/62356993763084797534_425.jpgMitte 2014 wurden weltweit 51,3 Mio. Menschen auf der Flucht gezählt – das ist die höchste Weltflüchtlingszahl seit dem zweiten Weltkrieg. Rund 5,5 Mio. Menschen von ihnen wurden allein im ersten Halbjahr 2014 zur Flucht getrieben, die meisten von ihnen blieben „Binnenvertriebene“, also Flüchtlinge innerhalb ihres Herkunftslandes. 1,4 Mio. neu Vertriebene überquerten internationale Grenzen. Zur Orientierung: Im selben Halbjahr erreichten vergleichsweise bescheidene 77.000 Asylsuchende Deutschland.
Noch immer gilt: Über 80 Prozent der Flüchtlinge der Welt bleiben in ihrer Herkunftsregion – oft deshalb, weil sie auf eine Rückkehr hoffen, aber auch, weil ihnen die Möglichkeiten zur Weiterflucht fehlen. Die größte Flüchtlingsgruppe, die aus dem syrischen und inzwischen auch irakischen Kriegsgebiet, wurden vor allem von den Nachbarstaaten im Nahen Osten aufgenommen, wo sich die Aufnahmezahlen in weitaus größeren Dimensionen als hierzulande bewegen. Im Schatten der syrischen Katastrophe kam es 2014 im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik zu großen Fluchtbewegungen.
 
 
Unter der Bezeichnung Asyl versteht man
  • einen Zufluchtsort, eine Unterkunft, ein Obdach, eine Freistatt bzw. Freistätte oder eine Notschlafstelle (Nachtasyl);
  • den Schutz vor Gefahr und Verfolgung
  • die temporäre Aufnahme der Verfolgten […]
  • Als Flüchtlinge anzuerkennen sind Menschen, wenn sie, wie es im Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 heißt, sich außerhalb ihres Heimatlandes befinden und berechtigte Furcht haben müssen, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Gesinnung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt zu werden. Wirtschaftliche Not, Naturkatastrophen oder Armut werden nicht als Fluchtgründe im Sinne des internationalen Asylrechts anerkannt. […]