Grußwort

Liebe Pfarrangehörigen,
 
„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“.
So besingen die Karnevalsfans und Narren das Ende der Fastnachtszeit. Mit dem Aschermittwoch ist aber nicht alles vorbei, es fĂ€ngt nur ein neuer Zeitabschnitt an. Es beginnt die österliche Bußzeit, auch Fastenzeit genannt. Nach einer fröhlichen Zeit, in der der eine oder andere vielleicht geschminkt und kostĂŒmiert in eine andere Rolle schlĂŒpfte, beginnt mit Aschermittwoch die Zeit der „ungeschminkten Wahrheit“ eine Zeit der Selbstbesinnung und Kurskorrektur. Dies kommt in den beiden SĂ€tzen zum Ausdruck, die die Seelsorger beim Zeichen des Aschenkreuzes auf unsere Stirn sprechen.
 
„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurĂŒckkehren wirst“, und Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium.“
 
So schön das Feiern und Fröhlich sein auch ist, so ist es doch gut, dass wir Unterbrechungen im Leben haben, die uns die Gelegenheit bieten, uns auf uns selbst zu besinnen und einen eventuell falsch eingeschlagenen Kurs zu korrigieren. Diesem Ziel dient auch das Fasten. Beim Fasten geht es darum, ehrlich zu sein, sich einzugestehen, wo das eigene Leben nicht mehr wahrhaftig ist Zeit um mit uns, unseren Mitmenschen und mit Gott ins Reine zu kommen. (nach Peter Weidemann, Erfurt)
Das Aschenkreuz wie auch das Kreuz auf unserem Titelbild weisen in besonderem auf die beginnende Fastenzeit hin. Fastenzeit – höchste Zeit, sich zu fragen: Kann es mit mir so weitergehen? Was ist wirklich wichtig im Leben? Welche Schatten wirft mein Leben?
Nutzen wir die vor uns liegenden 40 Tage, um die Antwort auf diese Fragen zu finden. Tun wir uns selbst etwas Gutes, gönnen wir uns Pausen der Stille, um abzuschalten von der Hektik des Alltags, um Kraft zu schöpfen fĂŒr das Kommende, um das Wesentliche im eigenen Leben zu erkennen und wieder neu zu Gott zu finden. So kommen wir dem Grund fĂŒr die Feier des Lebens auf die Spur: Ostern. Aschermittwoch öffnet uns schon das Tor zur Osternacht. Das Kreuz vom Titelbild weist auf das hin, was wir nach 40 Tagen feiern. Wir feiern die Auferstehung Jesu, der den Tod besiegt und damit uns allen die TĂŒr zum Leben geöffnet hat; zu einem Leben, in dem fĂŒr Trauer und Leid und selbst fĂŒr den Tod kein Platz mehr sein wird. Mit dem Blick auf Ostern wird uns also zugerufen: Bedenke Mensch, dass du letztlich nicht im Staub enden wirst, sondern fĂŒr immer leben wirst bei Gott.
 
Eine besinnliche Fastenzeit wĂŒnschen Ihnen Ihr
Dechant Walter Fuß                   P. Andreas Pohl           P. Adam Dedik
Diakon M. Przesang                  GRef. Bernd Gilles      GRef. Markus Alt