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„Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Menschen,
die der Heilige Geist mit vielfältigen Gaben und Begabungen ausstattet.
Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Dienern,
die sich mit ihren Fähigkeiten gegenseitig dienen und einander unterstützen.
Gemeinde ist eine Gemeinschaft von bevollmächtigten Menschen,
die von Jesus am Aufbau des Reiches Gottes beteiligt werden.“

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Am Samstag, dem 20.05.2017, trafen sich Mitglieder der Pfarrgremien und Interessierte aus der Pfarreiengemeinschaft in St. Martin DĂĽngenheimzu einem ganztägigen (geistlich-pastoralen) Klausur- und Begegnungstag.    Dieser stand unter dem Motto:

„Glaube hat Zukunft! – Impulse und Perspektiven für eine Kirche im Wandel“.

Dieses Motto von „Wege erwachsenen Glaubens“ (WeG) in Vallendar, kann ermutigen, aber auch provozieren und Widerspruch hervorrufen. Pro oder Kontra hängen wesentlich davon ab, ob Glaube und Kirche lebendig, begegnungsstark und lebenstragend erfahren werden.

Inhaltlich begleitete uns bei diesem Klausurtag die Geschichte der EmmausjĂĽnger.
Die sehr anschaulich gestaltete Beschäftigung mit dem Glaubens- und Entwicklungs-prozess der Jünger führte die Teilnehmer in die persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Suchen und Glauben sowie in einen intensiven Austausch miteinander.

Es wurde zum Einen bewusst: - Die derzeitige Situation der anstehenden Veränderungen in den Pfarreien und dem Bistum insgesamt, rufen bei vielen Mitchristen auch Verunsicherung und Mutlosigkeit hervor – wie es einst den Jüngern am Tag nach Jesu Tod ergangen ist. Andererseits erlebten die Jünger aber auch, dass sie in dem „Fremden“ (den sie später als Jesus /„den Herrn“) erkannten) einen verständnisvollen Helfer und Begleiter gefunden haben, der ihnen „den Sinn der Schrift“ erklärte….

Die im Klausurtag erlebten Impulse und Erfahrungen waren für die Teilnehmer hilfreich und in gewisser Weise auch ermutigend, um sich zunächst einmal über den eigenen „Standpunkt“ in der jetzigen Umbruchssituation Gedanken zu machen, und daran anschließend zu überlegen, wie der Weg weitergehen kann.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dieser Tag eine Bereicherung war und eine fruchtbare Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und eine positive Erfahrung im Austausch mit Gleichgesinnten, denen auch daran gelegen ist, dass „die Kirche im Dorf bleibt“ – will heißen, dass Glaube und Glaubensleben und kirchliche/religiöse Angebote in den Pfarreien und Gemeinden - auch bei strukturell größer werdenden Seelsorge-Einheiten- „vor Ort“ gelebt und gepflegt werden sollen und müssen.

Hier eine RĂĽckmeldung zum Klausurtag einer Teilnehmerin:

 

Wolkenförmige Legende: Es war eine gute und spannende Erfahrung mit anderen Menschenüber den Glauben zu sprechen und ihn so zu vertiefen.
Eine neue Form wie Kirche auch heute erlebbar seinkann.
 

Pallotinerpater Dr. Hubert Lenz SAC und sein Team konnten an diesem Tag ermutigende Erfahrungen vermitteln und es wurde eine weitere Zusammenarbeit vereinbart, um zukunftsorientierte Perspektiven zu entwickeln – für den persönlichen Glauben wie für das kirchliche Leben und die Pastoral vor Ort.

Wir wollen uns demnächst weiter mit den folgenden Fragen beschäftigen:
„Wie kann der Glaube vor Ort lebendig bleiben oder neu wachsen?“.
„Was kann / möchte jeder Einzelne dazu beitragen, dass der Glaube und „die Kirche im Dorf“/ in unseren Gemeinden und in unseren Herzen bleiben“?!

Wie kann es weitergehen

 

Am Freitag, den 09.06. haben sich einige Interessierte Gemeindemitglieder zusammen mit Pater Lenz und seinem Team wiedergetroffen, um zu schauen wie es weitergehen kann bzw. wie wir als Pfarreiengemeinschaft die guten Erfahrungen dieses Tages ins Gemeindeleben aufnehmen können.

Drei Möglichkeiten der Weiterarbeit haben wir an diesem Abend erarbeitet:

  1. In den Sonntagsgottesdiensten der einzelnen Pfarreien wird im Oktober (genauer Ort und die Uhrzeit wird noch bekanntgegeben), verbunden mit der Predigt, eine Powerpoint Präsentation gezeigt. Diese wurde von der Projektstelle „Wege erwachsenen Glaubens“ (WeG) in Vallendar erarbeitet und zeigt die Situation der Kirche und die Situation des Glaubens und die Veränderungen beider in der heutigen Zeit. Nach den Gottesdiensten gibt es die Möglichkeit des Austausches.
     
  2. An 2 Wochenenden im November besteht die Möglichkeit nach den Gottesdiensten mit dem Team von der Projektstelle Wege erwachsenen Glaubens, den Emmausweg zu gehen und zu erleben.
     
  3. Am Samstag, 09. Dezember wird es für alle Interessierten, die nicht an dem Klausurtag im Mai teilnehmen konnten bzw.deren Interesse geweckt wurde, die Möglichkeit geben, im Rahmen eines Klausurtages von 14.00 – 18.00 Uhr den Emmausweg zu gehen.

Wir, der Pfarreienrat und das Seelsorgeteam freuen uns darauf, gemeinsam mit der Projektstelle „Wege erwachsenen Glaubens“ in Vallendar zu schauen, wie sieht es mit meinem persönlichen Glauben aus, wie kann auf meinen persönlichen Glauben aufbauend, kirchliches Leben vor Ort in den einzelnen Orten unserer Pfarreien gelebt werden.

Ihre Hiltrud Weiler, Pfarreienratsvorsitzende und

Michael Przesang, Diakon