Der heilige Remigius und der heilige Maximin – Patrone der Kirche in Binningen

Der heilige Maximin von Trier, auch Maximinus von Trier, stamme aus SĂĽdfrankreich und wurde 329 Bischof von  Trier. Er war der Nachfolger des heiligen  Agritius. In der Kirche wurde zu dieser Zeit heftig gestritten, ob Jesus Christus wirklich Gott und Mensch zugleich war. Der ägyptische Priester Arius vertrat die Lehre, dass Jesus nur ein besonderer Mensch sei, der ĂĽber den Engel stehe, aber nicht Gottes Sohn. Diese Lehre des Arius fand viele Anhänger. Der Bischof von Alexandrien in Ă„gypten, Bischof Athanasius, kämpfte heftig gegen die Anhänger des Arius. Sie verklagten ihm beim Kaiser und er musste ins Exil. Maximin gewährte seinem Freund und Mitstreiter  Athanasius 335 bis 337 Asyl in Trier. Maximin starb 346 bei einer Reise von  Konstantinopel nach  Poitiers.

Maximinus war Bischof von Trier zur Zeit der Regierung der Söhne  Konstantins des GroĂźen. Sein Nachfolger  Paulinus ĂĽberfĂĽhrte am 29. Mai 353 seine Gebeine nach Trier. An dieser Grabstätte wurde im 6. Jahrhundert eine Benediktinerabtei gegrĂĽndet, die spätere  Reichsabtei St. Maximin.

Sein Haupt wird heute in der  Pfarrkirche St. Maria und St. Martin von  Trier-Pfalzel verehrt. Er gilt als Patron gegen Gefahren des Meeres, Regen und Meineid. Vor allem im  Elsass und im Raum Trier wird er verehrt. Dargestellt wird er oft mit einem Bären, der der Legende nach sein Lasttier getötet hatte und deswegen sein Gepäck während einer Romreise tragen musste. Sein Gedenktag ist der 29. Mai.

Der heilige Remigius stammte aus einer wohlhabenden Familie, die vermutlich in Laon in Ost-Frankreich stammte. Bereits im Alter von 22 Jahren wurde er zum Bischof von Reims berufen. Nach der Eroberung seiner Heimatregion durch aus Osten eingedrungene  Franken bemĂĽhte er sich erfolgreich um die soziale und religiöse Integration der neuen Machthaber in die spätrömische Tradition. Insbesondere machte er es sich zur Aufgabe, die Franken fĂĽr die römische Kirche zu christianisieren und zur Abkehr vom  Arianismus zu bewegen, dem sie teilweise anhingen. Er wird deshalb auch als Apostel der Franken bezeichnet. Zudem gilt er als GrĂĽnder mehrerer  BistĂĽmer in Frankreich.

Zusammen mit Königin  Chlothilde, der Frau Chlodwigs, wird Remigius als Wegbereiter des Christentums in Europa gesehen. Um das Jahr 500 soll er am Weihnachtsfest Chlodwig und 3000 weitere Franken getauft haben.

Die Legende berichtet: Der König als ĂĽberzeugter Bewahrer des alten  germanischen Glaubens habe schon vor seiner Taufe durch seine christliche Frau sowie durch Gespräche mit dem Bischof die christliche Lehre einigermaĂźen gekannt, sie aber als eine Religion der Schwäche verachtet. Als er jedoch 496 in der  Schlacht von ZĂĽlpich in Gefahr gewesen sei, gegen die  Alamannen zu unterliegen, habe er gelobt, sich zum Glauben seiner Gattin zu bekennen, wenn er die Schlacht gewinne. Er siegte und soll später Bischof Remigius um die Taufe gebeten haben.

Der Festtag des heiligen Remigius ist der 1. Oktober.