St. Castor – der Schutzpatron des Forster Kirchspiels

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Schutzpatron der Pfarrei Forst ist St. Castor, ein Heiliger des 4. Jahrhunderts. Er stammt allem Anscheine nach aus Aquitanien in Südfrankreich, wodurch sich auch sein römischer Name erklärt; castor ist das lateinische Wort für Biber. In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts kam Castor nach Trier und wurde Schüler des Hl. Maximin, der Trierer Bischof und selbst Aquitanier war. Dieser weihte ihn zum Priester. Sogleich danach zog Castor in die Einsamkeit des Moseltales, und zwar in die Gegend von Karden. Hier nun beginnt die Wirksamkeit, die seine Heiligkeit begründete. Er wollte als Eremit leben und richtete sich in einer Höhle unterhalb Kardens eine Klause ein. Die Bewohner der Moselufer waren noch Heiden und gerade sein Aufenthaltsort war ein Mittelpunkt des römischen Götterkultes. Castors christliches Leben aber blieb nicht ohne Eindruck auf die Umwohner, und bald verbreitete sich sein Ruhm im ganzen Moseltale.

So wurde aus dem unbekannten Einsiedler im Laufe der Jahre ein erfolgreicher Missionar, der weite Strecken des Mosellandes christianisierte. Als von Aquitanien einige Landsleute nach Trier kamen, schickte Bischof Maximin sie zu Castor, so dass in seiner Einsiedelei nun eine Gruppe von Missionaren unter seiner Leitung ein klosterähnliches Leben führte. Die neuen Gefährten Castors waren Potentinus, Felicius und Simplicius, ein Vater mit seinen beiden Söhnen. Potentinus starb noch zu Castors Lebzeiten; seine Gebeine und die seiner Söhne ruhen seit 920 im Kloster Steinfeld. Castor selbst wirkte noch viele Jahre in Karden und starb gegen Ende des 4. Jahrhunderts.

Sein Patronatsfest ist am 13. Februar.