http://www.schuetzenverein-rennerod.de/hubertus_2.jpgDas Leben des heiligen Hubertus – Patron der Kirche von Müllenbach
 
Hubertus von Lüttich  wurde um 655 in Toulouse geboren und starb nach der Überlieferung 727 in der Nähe von Brüssel. Hubertus war Bischof von Maastricht und Lüttich.
Hubertus lebte als Pfalzgraf in Metz am Hofe Pippins des Mittleren, mit dem er wohl verwandt war. Als er verwitwete, ging Hubertus als Einsiedler in die Wälder der Ardennen, wo er apostolisch tätig war. 705 wurde er Bischof von Maastricht. 716 verlegte er seinen Bischofssitz nach Lüttich. Er ließ dort eine Kathedrale bauen, galt aber auch als fürsorglicher Wohltäter.
Die Hubertuslegende berichtet uns, wie es zu der Bekehrung des heiligen Hubertus kam.
Vor langer Zeit lebte einst ein junger Mann. Er war der Sohn eines Herzogs und führte ein lustiges, unbeschwertes Leben. Er war ein guter Jäger und nach seinen häufigen Steifzügen durch den Wald erwartete ihn stets seine Ehefrau, die er sehr lieb hatte. So vergingen seine Tage auf das Angenehmste.
Dann kam aber ein sehr trauriger Tag im Leben des Hubertus: Seine geliebte Frau starb. Hubertus verging fast vor lauter Kummer und Gram. In dieser düsteren Gemütsverfassung ging er auf die Jagd. Er betrieb eine zügellose Jagd, achtete nichts und niemanden mehr. Er unterschied in seiner Verzweiflung nicht mehr zwischen Recht und Unrecht. Er hatte alles verloren, auch seinen Glauben an das Gute in der Welt. Wenn alle anderen Menschen in die Kirche gingen, um zu Gott zu beten, ging Hubertus am liebsten auf die Jagd. So jagte er durch die Wälder und Felder.
Als er an einem Karfreitag wieder auf der Jagd war, ereignete sich jedoch seine Bekehrung.  Plötzlich trat ein Hirsch wie aus dem Nichts aus der sicheren Deckung der Bäume hervor. Langsam, majestätisch und ohne jede Furcht vor Jäger und Hunden schritt er auf Hubertus zu. Nun erst sah der wilde Jäger, dass der Hirsch ein strahlendes Kreuz zwischen seinen Geweihstangen trug. Noch ehe Hubertus vor Ehrfurcht auf die Knie fiel und in Staunen verharrte,  begann der Hirsch zu ihm zu sprechen: „Hubertus, warum stellst du mir nach, während die Christenheit betet? Warum sündigst du am Tag des Herrn? Kehr um, gehe in dich, denke nach und tue Busse!“ Da gelobte Hubertus, sein Leben zu ändern, Gott und die Geschöpfe zu ehren und ein christliches Leben zu führen.