Der Gedenktag der Heiligen Anna
 
Die Heilige Anna ist Patronin der Kirchen in Eppenberg und Eulgem. Anna und ihr Mann Joachim werden in den Evangelien nicht erwähnt, aber in christlichen Schriften, die im 2. Jahrhundert nach Christus entstanden sind und nicht zur Bibel gehören. Der Name Anna bedeutet im Hebräischen „Gnade /Erbarmen“.
 
Die christliche Überlieferung erzählt, dass Joachim ein älterer Priester war und mit seiner Frau Anna in Jerusalem lebte. Über ihrem vermutlichen Wohnhaus in der Nähe des Jerusalemer Tempels wurde dann später die St. Anna-Kirche errichtet, in der auch heute noch Gottesdienst gefeiert wird.
Eines Tages wies der Oberpriester im Tempel ein Opfer Joachims zurück, weil dieser nach 20jähriger Ehe immer noch keine Kinder gezeugt hatte. Joachim war davon tief getroffen. Bald darauf erschien ihm aber bei der Feldarbeit ein Engel und verkündete ihm die Geburt eines Kindes. Auch Anna hatte dieselbe Engelserscheinung. Nicht lange darauf gebar sie die gemeinsame Tochter Maria, die spätere Mutter Jesu. Als Maria drei Jahre alt war, brachten ihre Eltern sie in den Tempel von Jerusalem und weihten das Kind Gott. Von da an wurde Maria im Tempel von Jerusalem erzogen.
Die heilige Anna wird oft als „Annaselbdritt“ zusammen mit Maria und dem Jesuskind dargestellt. Sehr verbreitet ist auch die Darstellung der heiligen Anna mit einem Buch, wie sie der Gottesmutter das Lesen beibringt.
 
Gebet zur heiligen Mutter Anna
Gebenedeit bist Du unter den Müttern, o glorreiche heilige Anna, denn Du hast zur Tochter, Dir untergeben und gehorsam, die Mutter Gottes selbst gehabt. Ich bewundere die Erhabenheit Deiner Auserwählung und die Gnaden, mit welchen der Allerhöchste Dich bereichert hat. Ich vereinige mich mit der allerseligsten Jungfrau Maria, um Dich zu ehren, zu lieben und mich Deinem Schutze anzuvertrauen. Jesus, Maria und Dir weihe ich mein ganzes Leben als demütigen Tribut meiner kindlichen Verehrung; Du aber erlange mir die Gnade, dass mein Leben heilig und des Paradieses würdig sei. Amen.