Johannes der Täufer – Patron der Pfarrkirche in Hambuch

 
Johannes der Täufer ist der Patron der Pfarrkirche in Hambuch. Sein Gedenktag ist der 24. Juni. Er ist der letzte Prophet des Alten Testaments, der erste Märtyrer des Neuen Testaments und als Vorläufer von Jesus Christus bekannt. Sein hebräischer Name bedeutet "Gott ist gnädig". Christus selbst bezeichnet ihn im Lukas-Evangelium (Kapitel 7) als "Größten unter allen Menschen".
Die Heilige Schrift berichtet uns sowohl von der Geburt, als auch dem Wirken und Tod des Johannes. Er wurde nach göttlicher Verheißung als Sohn des Zacharias und Elisabeth der Mutter des Johannes geboren. Noch im Mutterleib begegnet er dem Erlöser und wurde von seiner Gnade erfüllt. Vermutlich im Jahr 26/27 n. Chr. begann Johannes in der Wüste zu predigen und die Menschen zur Buße und Umkehr zu bewegen. Bekleidet in Kamelhaar und einem ledernen Gürtel, lebte er von Heuschrecken und wildem Honig. Er bekehrte viele und taufte am Jordan mit der Taufe der Umkehr. Auch Christus ließ sich von ihm taufen.
Herodes ließ Johannes einsperren. Er wurde Opfer einer Intrige der Herodias, deren unrechtmäßiges Verhältnis mit Herodes er angeprangert hatte. Um das Jahr 30 enthauptete man ihn in Machaerus. Seine Jünger begruben ihn in Sebaste (Samarien). In den Berichten des hl. Hieronymus lesen wir, dass Herodias den Kopf des Täufers noch lange aufbewahrt habe, und gelegentlich mit einem Dolch seine Zunge durchstochen habe.
Der Täufer ist Patron der römischen Papst-Kirche St. Johannes im Lateran. Johannes der Täufer wird meist als bärtiger Mann in einfacher Kleidung dargestellt. Oft hat er einen Stab in der Hand. Manchmal trägt er ein Lamm, auf das er mit dem Finger zeigt, eine Bezugnahme auf die Aussage des Täufers im Johannesevangelium: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." (Joh 1,29) Johannes der Täufer ist außer Maria der einzige Heilige, dessen leibliche Geburt in der Liturgie gefeiert wird. Seit dem 5. Jahrhundert am 24. Juni, sechs Monate vor der Geburt Jesu. Aus dem Bericht des Lukasevangeliums (Lk 1) wird entnommen, dass Johannes schon vor seiner Geburt geheiligt wurde, damals, als Maria zu Elisabet kam. Die ungewöhnlichen Ereignisse bei seiner Geburt weisen auf die Bedeutung des Johannes in der Heilsgeschichte hin. Er steht an der Schwelle vom Alten zum Neuen Bund. Er war dazu berufen, durch seine Predigt von der Gottesherrschaft und seinen Ruf zur Umkehr das Volk auf das Kommen Jesu vorzubereiten. Jesus selbst empfing von ihm die Bußtaufe. Die ersten Jünger Jesu kamen aus dem Kreis der Johannesjünger. Johannes selbst verstand sich als den Rufer in der Wüste, den Vorläufer des Größeren, der nach ihm kommen sollte. Jesus aber nennt ihn den Größten unter allen Menschen, gleichsam den wieder gekommenen Elija (Mt 11,7-19).